Messen und Veranstaltungen

Bioökonomie und Holzbau auf der Internationalen Grünen Woche

Die FNR präsentiert auf der Internationalen Grünen Woche das Konzept der Bioökonomie und stellt erstmals das Kompetenz- und Informationszentrum Wald und Holz (KIWUH) vor. Besucher können sich über nachwachsende Rohstoffe, moderne Holzernte und Klimaschutz informieren.

Nachwachsende Rohstoffe im Fokus der Grünen Woche

Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) präsentiert auf der Internationalen Grünen Woche das Konzept der Bioökonomie. Dieses befasst sich mit dem Wirtschaften unter Nutzung nachwachsender Ressourcen anstelle endlicher Rohstoffe. Erstmals stellt sich das Kompetenz- und Informationszentrum Wald und Holz (KIWUH) der Öffentlichkeit vor. Das KIWUH, eine Abteilung der FNR, fungiert als bundesweite Anlaufstelle für Forschungsförderung und Information zu den Themen Wald, Holz und Klimaschutz.

Naturfasern und Biowerkstoffe im Fokus

Am Stand der FNR in Halle 4.2 wird die Verbindung von Naturfasern und Hightech anhand eines Porsche-Rennwagens demonstriert. Dieser Prototyp verfügt über Karosserieteile aus Flachsfasern und Biokunststoffen, die sich durch geringes Gewicht und hohe Stabilität auszeichnen. Die Ergebnisse eines vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) geförderten Forschungsprojekts sollen in eine Kleinserie überführt werden. Biowerkstoffe finden sich bereits in Alltagsprodukten wie Kinderspielzeug und Verpackungen.

Der FNR-Stand in Halle 23a widmet sich dem Thema Verpackungen. Dort werden verschiedene Beispiele präsentiert, darunter Graskarton, Styroporersatz aus Maiskörnern, Bio-PET-Flaschen und Produktschutz aus Pilzmycel. Während die Pilzverpackung sich noch in der Markteinführung befindet, sind andere Lösungen bereits im Handel erhältlich. Diese Beispiele zeigen, wie Erdöl im Verpackungsbereich durch land- und forstwirtschaftliche Roh- und Reststoffe ersetzt werden kann.

Bioenergie und moderne Holzernte

Bioökonomie umfasst auch die Erzeugung von Energie ohne fossile Ressourcen. Bioenergie ist eine wichtige erneuerbare Energiequelle, die Strom, Wärme und Kraftstoffe liefert. Ein interaktives Modell am FNR-Stand in Halle 4.2 veranschaulicht, wie ein Dorf sich selbst mit Bioenergie versorgen kann. Dies basiert auf dem Vorbild hunderter deutscher Dörfer, die ihren Energiebedarf auf diese Weise decken.

Am Stand des KIWUH in Halle 4.2.b können Besucher die moderne Holzerntepraxis kennenlernen. Fachleute der Waldarbeitsschule Kunsterspring des Landesbetriebes Forst Brandenburg demonstrieren an einem Simulator die Funktionsweise moderner Holzerntemaschinen, sogenannter Harvester.

Wald, Holz und Klimaschutz

Eine Schauvitrine am KIWUH-Stand zeigt das Modell eines modernen, mehrgeschossigen Holzgebäudes. Eine weitere Vitrine gibt Einblicke in den Waldboden. Das KIWUH informiert zudem über die Rolle des Waldes als Klimaschützer und die Bedeutung langlebiger Holzprodukte für den Klimaschutz. Es werden Forschungsprojekte zur nachhaltigen Forst- und Holzwirtschaft vorgestellt, die von der Bundesregierung über den Waldklimafonds und das Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe unterstützt werden.

Die FNR ist Projektträger des BMEL und betreut das Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe für Forschung und Entwicklung. Das KIWUH ist innerhalb der FNR für die Projektbearbeitung sowie die Fach- und Verbraucherinformation zu Wald und Holz zuständig. Seit Jahresbeginn ist die Förderrichtlinie Waldklimafonds der Bundesregierung beim KIWUH angesiedelt.

11.01.2019

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