Geringe Nachfrage und fehlende Bekanntheit des Berufs
Die diesjährige Ausgabe des Forums Berufsstart in Erfurt zeigte eine verhaltene Nachfrage nach Ausbildungsplätzen im Garten- und Landschaftsbau. Insbesondere am ersten Messetag war die Resonanz am Stand der Landschaftsgärtner gering. Obwohl der zweite Tag eine leichte Verbesserung brachte, offenbarte sich, dass viele Jugendliche den Ausbildungsberuf des Landschaftsgärtners nicht kannten oder falsche Vorstellungen davon hatten.
Trotz dieser allgemeinen Tendenz gab es einzelne Schüler, die gezielt nach Ausbildungsbetrieben im Garten- und Landschaftsbau suchten. Dies unterstreicht das grundsätzliche Interesse an der Branche, auch wenn es nicht flächendeckend vorhanden ist.
Die Präsenz der Ausbildungsbetriebe am Stand der Landschaftsgärtner war ebenfalls gering. Lediglich die beiden FGL-Mitgliedsbetriebe GaLaFlor GmbH aus Döllstädt und die Landschaftsbaugesellschaft Mühlhausen mbH warben aktiv um Nachwuchs.
„Es ist ja schon lange kein Geheimnis mehr, dass es immer schwieriger wird, geeignete Auszubildende zu gewinnen“, erläutert Stefanie Rahm, Referentin für Nachwuchswerbung im Fachverband für den Garten- und Landschaftsbau Hessen-Thüringen e.V. (FGL). „Gerade deshalb ist es wichtig, auf Ausbildungsmessen präsent zu sein. Wenn die Landschaftsgärtner auf den Messen nicht mehr mit dabei, dann werden wir gar nicht mehr als Alternative wahrgenommen.“
Der FGL beabsichtigt, seine Bemühungen fortzusetzen, Ausbildungsbetriebe zur aktiven Nachwuchswerbung und zur Teilnahme an Ausbildungsmessen zu motivieren. Dies soll sicherstellen, dass der Beruf des Landschaftsgärtners weiterhin als attraktive Ausbildungsoption wahrgenommen wird.
