Starker GaLaBau-Anteil und beste Perspektiven für Fachkräfte in Unterfranken
Insgesamt 74 Auszubildende aus Unterfranken haben im Prüfungsjahr 2018 ihre Ausbildung im Beruf Gärtner/-in erfolgreich abgeschlossen. Der Großteil entfällt mit 75 Prozent auf den Garten- und Landschaftsbau. Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung am 22. September 2018 in der Fritz-Zeilein-Halle in Gochsheim wurden die Absolventinnen und Absolventen offiziell in den Berufsstand aufgenommen.
Mit dem erfolgreichen Abschluss der dreijährigen Ausbildung verfügen die jungen Fachkräfte über fundiertes Fachwissen und ausgeprägte handwerkliche Fähigkeiten. Damit eröffnen sich ihnen vielfältige berufliche Perspektiven in einer Branche, die zunehmend von Themen wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz und dem wachsenden Bedarf an Erholungsräumen im Freien geprägt ist.
Klare Dominanz des GaLaBau
Von den insgesamt 74 erfolgreichen Absolventen entfallen 56 auf den Garten- und Landschaftsbau. Weitere 13 Fachkräfte stammen aus dem Zierpflanzenbau, drei aus der Baumschule und zwei aus der Friedhofsgärtnerei. Ergänzend dazu bestanden vier bayernweite Prüflinge ihre Abschlussprüfung in der Fachrichtung Obstbau.
Die starke Präsenz des GaLaBau unterstreicht die hohe Bedeutung dieses Segments innerhalb des Gartenbaus. Gleichzeitig zeigt sich die Vielfalt der Ausbildungsrichtungen, die unterschiedliche Spezialisierungen innerhalb der Branche ermöglichen.
Auszeichnungen für Spitzenleistungen
Zu den Höhepunkten der Feier zählten die Freisprechung durch Herbert Eichelmann, stellvertretender Bezirksvorsitzender Unterfranken des Bayerischen Gärtnerei-Verbandes, sowie die Übergabe der Abschlussurkunden. Besonders leistungsstarke Absolventen wurden zusätzlich ausgezeichnet.
In der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau erzielten Felix Lachner (Die Fränkische Toskana – Ihre Gartengestalter GmbH, Wiesentheid), Julius Weikard (Fösel Garten- und Landschaftsbau GmbH, Eltmann) und Alexander Zöller (Bernhard Zöller GmbH, Großheubach) die besten Ergebnisse. Der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern (VGL Bayern) würdigte diese Leistungen mit einer Auszeichnung sowie einer Profigartenschere.
Branche mit Perspektive und Entwicklungsmöglichkeiten
Vor rund 250 Gästen eröffnete Landwirtschaftsdirektor Nikolai Kendzia vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Kitzingen die Veranstaltung. In den anschließenden Grußworten wurde die Bedeutung einer hochwertigen Ausbildung mehrfach hervorgehoben.
„Qualität in der Ausbildung ist entscheidend. Dafür stehen auch unsere Ausbildungsbetriebe.“
Mit Blick auf die berufliche Zukunft betonte Dietmar Lindner, Vizepräsident des VGL Bayern, die Notwendigkeit kontinuierlicher Weiterbildung und zeigte konkrete Karrierewege auf – vom Vorarbeiter über den Meister bis hin zum Hochschulabschluss.
„Sie werden nicht umhinkommen, sich kontinuierlich weiterzubilden – mit Fachliteratur, auf Fortbildungen oder in Seminaren.“
Auch Gochsheims Bürgermeisterin Helga Fleischer unterstrich die stabilen Perspektiven der Branche.
„Der Gartenbau ist eine krisensichere Branche. Gut ausgebildete Fachkräfte, die kompetent und motiviert sind, werden dringend gesucht. Vor Ihrer beruflichen Zukunft ist mit nicht bange.“
Christine Bender, stellvertretende Landrätin im Landkreis Schweinfurt, verwies zudem auf die wachsende gesellschaftliche Bedeutung von Grünflächen und Gärten. Diese Entwicklung spiegele sich auch in der medialen Aufmerksamkeit wider.
„Das Thema Garten wird immer wichtiger. Im Fernsehen und in den Sozialen Medien steigen die Zuschauerzahlen und Klicks. Gärtnern ist das neue Kochen im Fernsehen.“

