Messen und Veranstaltungen

FSB 2019: Internationaler Branchentreff für Freiraum, Sport und Bewegung

Die FSB 2019 in Köln bestätigte ihre Position als globaler Branchentreff für Freiraum-, Sport- und Bewegungseinrichtungen. Die Veranstaltung erreichte ihre Ziele hinsichtlich Internationalität und Qualität von Angebot und Nachfrage und verzeichnete eine Zunahme an Entscheidern aus Architektur, Kommunen, Planung, Sport und Vereinen aus Deutschland.

Erfolgreiche Bilanz der FSB 2019 in Köln

Die FSB 2019, die nach vier Tagen in Köln endete, hat ihre Position als globaler Branchentreff für Freiraum-, Sport- und Bewegungseinrichtungen bestätigt. Die Veranstaltung konnte an die Ergebnisse der Vorveranstaltung anknüpfen und die angestrebten Ziele hinsichtlich Internationalität und Qualität von Angebot und Nachfrage erreichen. Zudem verzeichnete die FSB eine Zunahme an Entscheidern aus Architektur, Kommunen, Planung, Sport und Vereinen aus Deutschland.

„Die FSB hat ihr bereits außergewöhnlich hohes Niveau noch einmal deutlich angehoben. Mit einem zukunftsorientierten Konzept und der Abbildung der aktuell wichtigen Themen ist es gelungen, noch mehr Branchenexperten nach Köln zu holen. Ein eindeutiges Statement für die Veranstaltung als international wichtigste Kommunikations- und Businessplattform“, so Matthias Pollmann, Geschäftsbereichsleiter der Koelnmesse.

Besucherzahlen und Internationalität

Im Verbund mit der FSB fand die aquanale statt, die erstmals Aussteller des öffentlichen Schwimmbadbereichs integrierte. Insgesamt überzeugten sich nahezu 28.000 Besucher aus 128 Ländern von der Innovationskraft der 565 ausstellenden Unternehmen aus 43 Ländern. Dies entspricht einem Besucherwachstum von sechs Prozent gegenüber der Vorveranstaltung. Auch die Internationalität der Fachbesucher stieg deutlich an, mit einem Auslandsanteil von 67 Prozent (2017: 62 Prozent).

Signifikante Steigerungsraten wurden insbesondere bei Messegästen aus Belgien (+22 Prozent), Italien (+19 Prozent) und Großbritannien (+16 Prozent) verzeichnet. Aus Osteuropa gab es ein Plus von 37 Prozent. Außerhalb Europas wurden Zuwächse besonders aus Mittel- und Südamerika (+46 Prozent) und Asien (+17 Prozent) registriert.

Zufriedenheit und Angebotsvielfalt

Die Aussteller lobten den starken internationalen Zuspruch und die Qualität der Besucher. Eine erste Besucherbefragung bestätigt dies: 87 Prozent der Besucher sind direkt oder beratend an Beschaffungsentscheidungen beteiligt. Auch die Besucher zeigten sich zufrieden: Rund 78 Prozent waren mit ihrem Messebesuch zufrieden, und 80 Prozent gaben an, ihre Messeziele erreicht zu haben. Das breite Produktportfolio wurde von über 77 Prozent der Besucher mit „sehr gut“ oder „gut“ bewertet.

Auf der FSB 2019 präsentierten sich alle marktführenden Unternehmen aus dem In- und Ausland. Besonders hervorzuheben ist die nahezu vollständige Präsenz nationaler und internationaler Kunstrasenanbieter, was Köln zur weltweit größten „Kunstrasenmesse“ macht.

IAKS-Kongress und Fachdiskussionen

Die IAKS, Internationale Vereinigung Sport- und Freizeiteinrichtungen, als ideeller Träger der FSB, zeigte sich ebenfalls sehr zufrieden mit dem Messeverlauf.

„Die riesige Vielfalt an Informationen im IAKS-Kongress und der FSB Cologne machen diese für Experten und Entscheider der internationalen Sport- und Freizeitanlagenbranche zum absoluten „Place to be“, bilanzierte Dr. Stefan Kannewischer, Präsident der IAKS.

Der IAKS-Kongress, der unter dem Schwerpunktthema „Eine aktive Welt Wirklichkeit werden lassen“ stattfand, war erfolgreich. Er fokussierte weltweite Trends für Sport- und Freizeitanlagen, Bäder, Freiräume und urbanes Design und stellte wegweisende Projekte vor. 41 internationale Experten aus neun Ländern präsentierten an vier Kongresstagen architektonische und operative Lösungen für sportliche Höchstleistungen, Gesundheitsbewusstsein und einen aktiven Lebensstil. Rund 470 Teilnehmer aus 36 Ländern hörten Vorträge zu Themen wie attraktive Bewegungsräume, Nachhaltigkeit, Finanzierungsmodelle und wirtschaftlichen Nutzen.

Auch der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) zog ein positives Fazit. Besucher des DOSB-Messestandes konnten sich über Themen wie Sportstätten, Umwelt- und Klimaschutz sowie Stadtentwicklung informieren.

Nachhaltigkeit und Mikroplastik

Eine intensive Diskussion zur aktuellen Mikroplastik-Thematik fand im offenen Forum zu „nachhaltigen Kunststoffrasenplätzen“ statt, das über 100 Zuhörer anzog. Die Teilnehmer des Podiums waren sich einig, dass Kunststoffrasenplätze einen wichtigen Teil der Sportstättenlandschaft darstellen. Es bedarf jedoch weiterer Anstrengungen aller Akteure, um Kunststoffrasensysteme zukünftig nachhaltiger zu gestalten und ausreichende Kapazitäten für ein fachgerechtes Recycling zu gewährleisten.

Im Zuge einer weiteren Fachveranstaltung tauschten sich wichtige Protagonisten der Sportstättenplanung zur „Zukunft der Sportstätten und -räume in Deutschland“ aus. Vertreter von Sportorganisationen, Kommunalverwaltungen, Planungsbüros und der Wissenschaft erarbeiteten dabei Forderungen an die Politik, um Sportlerinnen und Sportlern adäquate Sportmöglichkeiten zu ermöglichen.

Angesichts der starken Ausstellerbeteiligung im Segment Kunstrasen initiierte die FSB unter dem Themenkomplex „Nachhaltigkeit“ erstmals das Forum RECYCLING. Dieses Forum präsentierte im Rahmen einer Sonderschau die Lebenszyklusbetrachtung von Kunststoffböden. Im Fokus stand das Recycling von Kunststoffböden wie Kunstrasen, Fallschutz und Laufbahnen, das in den kommenden Jahren eine zunehmende Herausforderung für Kommunen und Vereine darstellen wird.

Architekturpreise und Perspektiven für Bewegungsräume

IOC, IPC und IAKS verliehen auch in diesem Jahr die internationalen Architekturpreise 2019. Am Abend des ersten Messetages wurden beispielhafte Sport- und Freizeitanlagen mit dem IOC IAKS Award 2019 und dem IPC IAKS Sonderpreis für Barrierefreiheit ausgezeichnet. Ergänzend dazu verliehen IOC, IPC und IAKS den „Architecture and Design Award for Students and Young Professionals“. Alle 25 prämierten Arbeiten der IOC IPC IAKS Architekturpreise wurden in einer Sonderschau auf dem IAKS-Messestand gezeigt.

Am ersten Messetag diskutierte eine Gesprächsrunde aus Politik, Verbänden und Betreibern über „Perspektiven für Bewegungsräume in Deutschland“. In der Diskussion waren sich alle Beteiligten einig, dass ein Miteinander aller Entscheider unter Einbeziehung der politischen Ebenen eine Grundvoraussetzung für eine frühzeitige und nachhaltige Entwicklung von Frei- und Bewegungsräumen ist, die individualisierte Aktivitäten fördert. Gleichzeitig sei der organisierte Sport in Vereinen als feste Größe unerlässlich, auch als wichtiger Integrationskanal. An der Gesprächsrunde nahmen unter anderem Andreas Silbersack, DOSB-Vizepräsident Breitensport und Sportentwicklung, Dr. Stefan Kannewischer, Präsident der Internationalen Vereinigung Sport- und Freizeiteinrichtungen e.V. (IAKS), Beate Wagner-Hauthal, Geschäftsführerin ParkSportInsel e.V., Uwe Lübking, Beigeordneter Deutscher Städte- und Gemeindebund, und Bernhard Schwank, Abteilungsleiter Sport und Ehrenamt in der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen, teil.

08.11.2019

Zurück