Stabwechsel nach 25 Jahren: Dujesiefken übergibt an Stobbe
Professor Dujesiefken gründete das IfB im Jahr 1990 und prägte seitdem die nationale und internationale Baumpflege maßgeblich in den Bereichen Forschung, Fortbildung und Gutachten. Die Übergabe der Leitung erfolgte mit dem Ziel, die prägende Rolle des Instituts auch in den kommenden Jahrzehnten zu sichern.
„Das Institut für Baumpflege spielt seit mehr als 25 Jahren in den Bereichen Forschung, Fortbildung und Gutachten eine prägende Rolle in der Branche. Mein Wunsch und Ziel ist es, dass dies auch in den kommenden Jahrzehnten der Fall sein wird. Aus diesem Grund habe ich im vergangenen Jahr die Umstrukturierung der Geschäftsführung eingeleitet und das Staffelholz an Dr. Stobbe übergeben“, so Professor Dujesiefken.
Dr. Stobbe ist seit rund 20 Jahren im IfB tätig und war einer der engsten Mitarbeiter von Professor Dujesiefken. Er hat sich sowohl in der Wissenschaft als auch in der Praxis einen Namen gemacht. Professor Dujesiefken wird dem Institut weiterhin als stellvertretender Geschäftsführer, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger sowie als Referent im In- und Ausland erhalten bleiben. Zudem führt er seine Lehrtätigkeiten an Hochschulen, die Arbeit für die FLL und die Organisation der Deutschen Baumpflegetage in Augsburg fort. Aktuell arbeitet er mit Kollegen an einem neuen Lehrbuch zur Baumpflege und plant Workshops und Vorträge in Hongkong.
Wissenschaftliche Errungenschaften und künftige Ausrichtung
Das IfB hat im Rahmen seiner wissenschaftlichen Tätigkeit zahlreiche Entwicklungen und Forschungen vorangetrieben. Dazu gehören die Hamburger Schnittmethode, die seit 1992 in der ZTV-Baumpflege verankert ist, sowie die Entwicklung einer fachgerechten Behandlung von Anfahrschäden mit Folie. Weitere Untersuchungen umfassen Wundbehandlung, Sanierungszeit, Baumkrankheiten, Sonnennekrosen und Stammschutz.
Die Forschungsergebnisse werden durch Fortbildungen und regelmäßige Veröffentlichungen weitergegeben. Das IfB schult seit 25 Jahren Fachkräfte und hat maßgeblich an der Entwicklung der Prüfung zum FLL-zertifizierten Baumkontrolleur mitgewirkt.
Dr. Stobbe betont, dass er auf Kontinuität mit dem bewährten Team setzt. Das Institut ist mit den drei Arbeitsgebieten Gutachten, Fortbildung und Forschung gut aufgestellt. Stillstand sei jedoch keine Option, da die Baumpflege eine dynamische Branche ist. Das IfB wird sich weiterhin neuen Fragen und Herausforderungen in Forschung und Lehre stellen.
Im Bereich der Gutachten bleiben Baumuntersuchungen zur Verkehrssicherheit und die Gehölzwertermittlung nach der Methode KOCH Schwerpunkte. Zukünftig soll der Bereich Baumschutz auf Baustellen stärker in den Fokus rücken. Das IfB wird hierbei vermehrt in der Planungsphase von Hoch- und Tiefbauarbeiten einbezogen, um Lösungen für einen fachgerechten Baumschutz zu entwickeln.
Weiterbildung und digitale Innovationen
Im Bereich Fortbildung werden weiterhin Seminare zur Baumkontrolle und die Prüfung zum FLL-zertifizierten Baumkontrolleur angeboten. Für die bereits über 1.000 zertifizierten Baumkontrolleure sind aufbauende Profi-Seminare geplant, das nächste für Anfang 2017. Ein neues Baumpflegeseminar wird die Neuerungen der kommenden ZTV-Baumpflege berücksichtigen.
Die Seminare finden nicht nur im Norden statt, sondern werden bundesweit und in europäischen Nachbarländern nachgefragt. Besonders effektiv sind die Vor-Ort-Seminare, die individuell für Firmen, Verbände und Kommunen konzipiert werden.
Dr. Stobbe plant, sich stärker mit digitalen Medien zu befassen. Das gedruckte Mitteilungsheft wird durch einen digitalen Rundbrief ersetzt. Trotz dieser Entwicklung legt er großen Wert auf die zwischenmenschliche Interaktion und den intensiven persönlichen Kontakt mit den Kunden, insbesondere bei den Vor-Ort-Seminaren und in der Forschung.

