Fachhändler prüft 16- bis 18-Tonnen-Klasse
Baumaschinen namhafter Hersteller bewegen sich technisch auf hohem Niveau und unterscheiden sich auf den ersten Blick nur im Detail. Um Kunden im kapitalintensiven Investitionsgüterbereich fundiert beraten zu können, hat der Baumaschinenspezialist eberle-hald erstmals fünf Mobilbagger einem umfangreichen Praxistest unterzogen.
„Jeder Hersteller neigt verständlicherweise dazu, nur die positiven Merkmale herauszustellen. Wir sehen es hingegen als unsere Aufgabe, unsere Kunden bedarfsorientiert zu beraten und ihnen das für sie beste Produkt zur Verfügung zu stellen − insbesondere im kapitalintensiven Investitionsgüterbereich“, sagt Gesellschafter Jochen Eberle. „Unsere Verkäufer müssen Baumaschinen in- und auswendig kennen.“
Im Rahmen eines Produktschulungsprogramms führte das Unternehmen als erster großer Fachhändler einen mehrtägigen Vergleichstest durch. Untersucht wurden fünf Mobilbagger der 16- bis 18-Tonnen-Klasse von Volvo, Caterpillar, Atlas, Hitachi und Liebherr. Zum 18-köpfigen Testteam zählten sämtliche Verkaufsberater, eine erfahrene Werkstattmannschaft sowie drei Inhaber von Bauunternehmen, die Maschinen dieser Größenordnung regelmäßig einsetzen.
Fünf Prüfkategorien im Fokus
Die Bewertung erfolgte in fünf klar definierten Kategorien. In der Kategorie „Motor“ standen Servicefreundlichkeit, Wartungsintervalle sowie Begehbarkeit und Sicherheit des Oberwagens im Mittelpunkt.
Unter „dynamische Komponente“ prüften die Tester Hebe-, Reiß- und Zugkräfte, Standsicherheit, Wendekreis und die Feinfühligkeit der Steuerung. Beim „Unterwagen“ wurden unter anderem Achsbefestigung, Anordnung des Drehkranzes und Bodenfreiheit verglichen.
Ein weiteres Augenmerk lag auf der Fahrerkabine. Beurteilt wurden Sichtverhältnisse, Bedienerfreundlichkeit und Komfort. Zudem nahmen die Teams die Auslegerkonstruktionen genau unter die Lupe, einschließlich Verarbeitung, Verlegung der Hydraulikleitungen, Erreichbarkeit der Abschmierpunkte sowie Durchmesser von Bolzen und Hydraulikzylindern.
Atlas 160W mit leichten Vorteilen
Die Ergebnisse wurden in eigens entwickelten Bewertungsbögen dokumentiert. Neben Schulnoten von eins bis sechs konnten individuelle Kommentare ergänzt werden. Insgesamt lagen alle fünf Testkandidaten dicht beieinander und erzielten ähnlich gute Bewertungen.
In mehreren zentralen Kriterien konnte sich jedoch der Atlas 160W leicht absetzen. Jochen Eberle ordnet das Ergebnis ein:
„Diese positive Bewertung zeigt, dass Atlas in den vergangenen fünf Jahren zahlreiche Verbesserungen mit hohem Kundennutzen realisiert und in die Serienproduktion übernommen hat.“
Das Unternehmen habe sich zu einer Baumaschinen-Manufaktur mit kurzen Reaktionszeiten entwickelt, die schnell auf Kundenanforderungen eingehe. Mit den gewonnenen Erkenntnissen sieht sich eberle-hald in der täglichen Beratungsarbeit gestärkt.
„Unsere Kunden können sicher sein: Wir kennen die Maschinen und wissen, wovon wir reden.“


