„Nellieke“: Die Pflanze des Jahres im Norden 2017
Die Pflanze des Jahres im Norden 2017 ist die Nelke „Nellieke“. Sie zeichnet sich durch ihre pinkfarbene Blütenpracht aus, die den gesamten Sommer über anhält. Experten sehen in ihr eine der bemerkenswertesten Neuzüchtungen der letzten Jahre.
Die offizielle Saisoneröffnung fand bei der Veranstaltung „Hamburg mein Garten“ auf dem Hamburger Brennerhof statt. Dort präsentierten Gartenbauprofis die Pflanze und gaben Informationen zu ihrer Verwendung und Pflege. Der Brennerhof dient als Schnittstelle zwischen Stadt und Land, da er am Übergang zu den Vier- und Marschlanden liegt und das Alte Land nicht weit entfernt ist.
Wir wollen mit der Veranstaltung Stadt und Land in den Dialog bringen.
Andreas Kröger hob die wirtschaftliche Bedeutung der Gartenbaubranche im Norden hervor. In Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern umfasst sie rund 2.000 Betriebe mit 14.000 Beschäftigten und einem Umsatz von etwa 1 Milliarde Euro.
In den Gärtnereien als Fachbetrieben in Norddeutschland gibt es jetzt ein vielfältiges Angebot an Sommerblumen, dass in diesem Jahr so reichhaltig ist wie noch nie. Sommerblumen sind für Verbraucher wie für die gärtnerischen Unternehmer gleichermaßen ein Höhepunkt des Jahres.
Deutsche Verbraucher geben jährlich durchschnittlich über 100 Euro für Pflanzen, einschließlich Schnittblumen, aus. Der Freilandbereich mit Balkonblumen, Stauden und Gehölzen erfreut sich stabiler Nachfrage. Im Norden liegt die private Nachfrage nach Freilandpflanzen wie Balkonblumen und Stauden meist 10 Prozent über dem bundesdeutschen Durchschnitt. Kröger stellte zudem einen Trend zur Nachfrage „aus der Region – für die Region“ bei gärtnerischen Produkten fest. Der Hamburger Gartenbau begegnet diesem Trend mit Initiativen wie der „Vierländer Frische“ und „Nordfreun.de“.
Ein Zusammenschluss traditionsreicher gartenbaulicher Familienbetriebe aus den Hamburger Vier- und Marschlanden versorgt Verbraucher mit Blumen und Pflanzen aus der Region. Dies soll die Lebensqualität sichern und die Kulturlandschaft erhalten.
Pflege und Herkunft der „Nellieke“
„Nellieke“ ist, wie die meisten Nelkenarten, pflegeleicht und anspruchslos. Ihre grasartigen Laubbüschel und eine Wachsschicht auf den Blättern reduzieren die Verdunstung. Eine regelmäßige, aber nicht übermäßige Bewässerung ist ausreichend. Die Pflanze verträgt auch vorübergehende Trockenheit und leichten Frost. Das gelegentliche Entfernen verblühter Blüten fördert eine weitere Blütenbildung.
Weltweit existieren über 500 Nelkenarten und daraus abgeleitete Züchtungen. Die meisten stammen aus dem asiatischen Raum, einige auch aus dem Mittelmeerraum. Nelken waren bereits in der Antike beliebt; die Griechen weihten sie Zeus, und die Römer schätzten sie als Zier- und Duftpflanze. Der botanische Name „Dianthus“ leitet sich vom griechischen „Dios anthos“ ab, was „göttliche Blume“ bedeutet.
Bekannte Nelkenarten sind Gartennelke, Bartnelke, Federnelke, Prachtnelke und Kaiser- oder Chinesische Nelke. „Nellieke“ ist eine Kreuzung aus Prachtnelke und Chinesischer Nelke.
Eigenschaften der „Nellieke“
Bereits in der Vorblühphase bildet „Nellieke“ bläulich-grüne Polster, die sich als Beeteinfassung eignen. Ihre Blütezeit beginnt im April oder Mai und dauert bis weit in den September hinein. Sie zeichnet sich durch tief eingeschnittene Blütenblätter und eine leuchtende Farbe aus. „Nellieke“ gehört zu den schnell blühenden, blühstärksten und ausdauerndsten Nelkensorten. Sie bevorzugt einen vollsonnigen Standort. Der Boden sollte gut durchlässig sein und vor dem Einsetzen der Pflanzen mit organischem Dünger und Gärtnererde angereichert werden.

