Tägliche Pflege für blühende Landschaften
Die gärtnerische Entwicklungspflege ist ein wesentlicher Faktor für den Erfolg der Bundesgartenschau in Thüringen. Täglich sind Gärtner im Einsatz, um die Ausstellungsbereiche zu pflegen und weiterzuentwickeln.
Ihre Arbeit umfasst die Pflege von jahreszeitlich wechselnden Pflanzen wie Frühjahrs-, Sommer- und Herbstpflanzungen, Rosen, Pracht- und Wildstauden, Gehölzen sowie Großbäumen. Auch Sonderkulturen, wie die in der Dahlienarena, erfordern sachkundige Pflege. Dabei sind Kenntnisse über die Ansprüche und potenziellen Gefährdungen der Pflanzen hinsichtlich Düngung und Pflanzenschutz entscheidend.
Die Gärtner sind zudem für die Instandhaltung der ungebundenen Wege- und Platzflächen verantwortlich, die besonders fußgängerfreundlich angelegt wurden. Die kontinuierliche und tägliche Arbeit gewährleistet die hohe Qualität, die den Besuchern geboten wird.
Dank der Mitarbeiter der GaLaBau-Firmen präsentieren sich die Blumenrabatten täglich in hervorragendem Zustand. Rasenflächen werden pünktlich und mit geeignetem Gerät gemäht, und es erfolgen tägliche Kontrollen auf Schädlinge oder notwendige Düngemaßnahmen. Unter der Anleitung erfahrener Landschaftsgärtner tragen auch Hilfskräfte dazu bei, die qualifizierte Weiterentwicklung des Gesamtwerks der BUGA für die Nachfolgezeit zu sichern.
Insgesamt sind vier Pflegefirmen auf der BUGA tätig: Alpina, Brandenburg, Fichter und Otto Kittel. Durchschnittlich arbeiten 35 bis 40 Personen in zwei Schichten täglich auf beiden Geländen. Der Verein Lebenshilfe e.V. pflegt die Partnerschaftsgärten im Hofwiesenpark Gera.
Für die gärtnerische Pflege auf beiden Geländen stehen über den gesamten Zeitraum der BUGA 1,9 Millionen Euro zur Verfügung. Davon entfallen 700.000 Euro auf den Hofwiesenpark Gera und 1,2 Millionen Euro auf die Neue Landschaft Ronneburg. Hinzu kommen die Kosten für den notwendigen Düngemitteleinsatz für Stauden und Rasenflächen.
Dr. Ernst-Hermann Kubitz, Geschäftsführer der BUGA, betonte auf einer Pressekonferenz die Bedeutung der gezielten Einplanung von Fachpersonal für die Pflege in der Nachnutzung.
Wenn die wunderbaren Staudenflächen in Gera und Ronneburg wenigstens mittelfristig erhalten werden sollen, dann muss das mit Sach- und Fachkenntnis geschehen. Wird die Pflege auch nur ein halbes Jahr vernachlässigt, dann sind die Pflanzen tot.
Rüdiger Brandenburg, Geschäftsführer von GaLaBau, sieht die Arbeit auf der BUGA als wichtiges Aushängeschild für sein Unternehmen. Er äußerte Bedauern darüber, dass offenbar immer weniger Geld für Bundesgartenschauen eingeplant werde.
Bundesgartenschauen verändern die Infrastruktur für die beteiligten Städte und Regionen und schaffen damit bleibende Werte.