Gartengestaltung, Messen und Veranstaltungen, Park- und Aussenanlagen

Messeauftritt als Investition in den Bekanntheitsgrad

Ein GaLaBau-Unternehmer investierte 15.000 Euro in einen Messeauftritt, um neue Kunden zu gewinnen. Der Fokus lag auf der Präsentation eines aufwendigen Schaugartens, der die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich zog und zu konkreten Verkaufsgesprächen führte.

Strategische Ausrichtung und Zielgruppenansprache

Der GaLaBau-Unternehmer Waldemar Stahl investierte 15.000 Euro in einen Messeauftritt auf der LebensART in Bad Mergentheim. Ziel war es, potenzielle Kunden zu erreichen, die nicht aktiv einen GaLaBau-Betrieb aufsuchen würden. Die Messe in der Kurstadt bot die Gelegenheit, Gartenbesitzer anzusprechen, die über die nötigen finanziellen Mittel für nachhaltige Gartenprojekte verfügen. Das Ambiente des Kurparks diente als Kulisse für die Präsentation.

Die Firma Stahl nutzte Tagespresse, Anzeigen und das Internet, um Besucher in den Stadtpark zu locken. Waldemar Stahl stellte fest, dass das positive Echo der Besucher durch Mundpropaganda verstärkt wurde. Die verbesserte Witterung während der Messe trug ebenfalls zum Erfolg bei. Stahl betonte, dass die breite Bevölkerung im Main-Tauber-Kreis Schaugärten dieser Art kaum kenne, weshalb er bewusst auf die Präsentation eines großen und aufwendigen Vorzeigegartens setzte. Der Plan für diesen Garten wurde von einer Landschaftsarchitektin erstellt.

Einsatzbedingungen und Risikomanagement

Die Messeleitung organisierte die Ausstellung im Kurpark umfassend, von der Standzuweisung über Zufahrtswege und Infrastruktur bis zur nächtlichen Bewachung. Der Aufbau des Gartens erfolgte mit durchschnittlich fünf Personen über acht Stunden pro Tag, beginnend vier Tage vor Messebeginn. Das Wetter stellte dabei den größten Risikofaktor dar, da eine Verzögerung der Fertigstellung nicht möglich war.

Bereits vor dem Aufbau wurden Abdeckplanen für Dekorationselemente wie ein antikes Dekobett, eine künstliche Wand und den Prospektständer bereitgestellt. Das Wetter besserte sich im Verlauf, sodass keine größeren Störungen auftraten. Waldemar Stahl hob hervor, dass ein Show-Garten gezielte Blickfänge benötigt, um die Aufmerksamkeit der Besucher zu gewinnen. In diesem Fall waren dies eine orangefarbene Rückwand und ein antikes Eisenbett mit echtem Bettzeug. Ein zurückversetzt eingebauter Whirlpool sollte die Neugier wecken und Besucher in den gesamten Garten führen.

Gestaltung und Kundeninteraktion

Die geometrische und klare Form des Gartens sollte einen ruhigen und feierlichen Raum schaffen. Gabionen mit Begrünung boten Schutz und Ungestörtheit. Der Whirlpool sollte zur Steigerung von Konzentration und Entspannung beitragen. Die Kooperation mit dem Whirlpool-Lieferanten erwies sich als vorteilhaft, da sich der Kundenbetreuer schnell mit den Verkaufsideen der Firma Stahl identifizierte.

Der hohe Investitionsaufwand von rund 15.000 Euro erforderte präzise Vor- und Aufbauarbeiten sowie eine optimale Nutzung des Messeverlaufs. Die Anregungen und Fragen der Besucher lieferten dem Unternehmer wichtige Erkenntnisse für sein weiteres Vorgehen. Das Hauptinteresse der Besucher lag in den Bereichen Vegetationstechnik, Gestaltung und Finanzierung. Besonders die Gabionenwände mit Fertighecken faszinierten viele Besucher und führten oft zu intensiveren Gesprächen.

Waldemar Stahl zeigte sich überrascht, dass seine Firma trotz 17-jährigem Bestehen in neun Kilometern Entfernung nur wenigen Besuchern bekannt war. Von den insgesamt 15.000 Messebesuchern, die laut Messeleitung kamen, besuchten fast alle den Mustergarten. Einige warteten bis zu zehn Minuten, um den Garten betreten zu können. Zehn konkrete Verkaufsgespräche wurden geführt.

Folgeaufträge erhoffen wir uns schon, denn es gibt etliche Anrufer, welche um einen Termin aufgrund unseres Ausstellungsbeitrages nachfragen.

Frau Stahl betonte, dass es der Firma gelungen sei, ihren Stand durch Form, Größe und Ausstattung von den Mitbewerbern abzuheben. Der Garten wurde als einladendes Wohnzimmer wahrgenommen, das zur Entspannung einlädt und flexibel ergänzt oder verändert werden kann.

Ergebnisse des Messeauftritts

Die verwendeten hochwertigen Materialien waren teilweise gesponsert oder günstig eingekauft. Die lange Aufbauzeit verursachte jedoch erhebliche Kosten. Die Zusammenarbeit mit der Landschaftsarchitektin war entscheidend für die Entwicklung des Konzepts. Die Kooperation mit Lieferanten stellte einen Vorteil dar. Der gestaltete Freiraum überzeugte durch einen harmonischen Eindruck.

Andrea und Waldemar Stahl sehen den zentralen Nutzen des Engagements in der Steigerung des Bekanntheitsgrades in der Region. Die Kurgäste und zahlungskräftigen Kunden aus der Region erhielten ein positives Signal für Investitionen in den eigenen Garten. Die Ertragskraft der getätigten Investitionen wird sich in der kommenden Zeit zeigen.

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG)

An der Steige 15
97209Veitshöchheim
Deutschland

Tel.:+49 931 9801-0
Fax:+49 931 9801-3100

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