Gesetzliche Neuerungen und ihre Bedeutung für den GaLaBau
Eine Podiumsdiskussion, moderiert vom „Netzwerk Unternehmen integrieren Flüchtlinge“, befasste sich mit der Integration ausländischer Mitarbeiter in den betrieblichen Arbeitsalltag. Dabei wurden die Vorteile des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes (FEG) und des Duldungsgesetzes (DuldG) für die GaLaBau-Praxis diskutiert. Das FEG schließt unter anderem Lücken in der Förderung für Geflüchtete in Ausbildung und Beschäftigung. So können nun auch Auszubildende, deren Asylverfahren noch nicht abgeschlossen ist, ausbildungsbegleitende Hilfen (AbH) von der Arbeitsagentur erhalten.
Zudem wird der Arbeitsmarktzugang für Nichtakademiker auch außerhalb der EU geöffnet und Wartezeiten für Visaanträge verkürzt. Dem gegenüber stehen erweiterte Arbeitsverbote für Geduldete, hohe Hürden für eine Beschäftigungsduldung sowie eine Mindesteinkommensgrenze von etwa 44.000 Euro für über 45-jährige ausländische Fachkräfte. Trotz dieser Einschränkungen erwarten die GaLaBau-Willkommenslotsen, dass das Migrationspaket die länderübergreifende Berufs- und Nachwuchswerbung erleichtern wird.
Unterstützung für Betriebe durch Willkommenslotsen
Die Willkommenslotsen stehen GaLaBau-Betrieben bei Fragen zu den neuen Gesetzen zur Verfügung. Im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Programms „Passgenaue Besetzung/Willkommenslotsen“ sind die Projektstellen in den einzelnen Bundesländern seit über drei Jahren besetzt und unterstützen Unternehmen bei der Integration Geflüchteter.
Martin Rohloff, Willkommenslotse für Hessen und Thüringen, sowie Özge Acar, Willkommenslotsin für Hamburg und Schleswig-Holstein, werden das Projekt in diesem Sommer verlassen. Rohloff wird jedoch in seiner neuen Funktion als Referent für Nachwuchswerbung beim Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hessen-Thüringen weiterhin für Fragen der Betriebe in den Regionen ansprechbar sein. Betriebe aus Hamburg und Schleswig-Holstein können sich bis zur Neubesetzung der Stelle im Norden an die Willkommenslotsen anderer Regionen wenden.
