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Beiträge der Gartenbau-Berufsgenossenschaft: Geringfügige Erhöhung für 2011

Der Vorstand der Gartenbau-Berufsgenossenschaft hat die Beiträge für 2011 festgelegt. Eine geringfügige Erhöhung ist zu verzeichnen, während die zukünftige Berechnungsgrundlage noch diskutiert wird. Die Neuorganisation der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) ab 2013 bringt Veränderungen mit sich.

Hintergrund der Beitragsanpassung

Der Vorstand der Gartenbau-Berufsgenossenschaft hat in seiner letzten Sitzung die Höhe des Berufsgenossenschaftsbeitrages für das Umlagejahr 2011 festgelegt. Ab dem Jahr 2013 wird die neu zu gründende Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) für diese Festsetzung zuständig sein.

Die zukünftige Berechnungsgrundlage für die Beiträge der rund 132.000 bei der Gartenbau-BG versicherten Betriebe ist noch offen. Derzeit wird diskutiert, ob die Beitragsberechnung weiterhin nach dem Arbeitswert oder, wie in der Landwirtschaft üblich, nach dem Arbeitsbedarf erfolgen soll. Beim Arbeitsbedarf wären Flächengröße, Nutzungsart und gegebenenfalls Tierhaltung maßgeblich, anstatt der Lohnsumme.

Für die kommenden Jahre sind aufgrund der Neuorganisation keine größeren Beitragsschwankungen zu erwarten. Der Gesetzgeber hat eine gleitende Anpassung an den neuen Beitragsmaßstab bis 2017 vorgesehen. Für das Jahr 2013 bleiben die bisherigen Regelungen im Gartenbau bestehen.

Moderate Beitragsanpassung

Für das Umlagejahr 2011 wurde eine geringfügige Erhöhung der Beiträge beschlossen. Der Jahresbeitrag pro 1.000 Euro Lohnsumme steigt für Unternehmen des Erwerbsgartenbaus sowie des Garten- und Landschaftsbaus von 22,85 Euro auf 22,94 Euro. Für den kaufmännischen Betriebsteil erhöht sich der Beitrag von 4,10 Euro auf 4,11 Euro.

Diese Erhöhung wird als moderat betrachtet, insbesondere angesichts gestiegener Leistungsausgaben des Unfallversicherungsträgers von rund 85,6 Millionen Euro im Jahr 2011. Die positive konjunkturelle Entwicklung mit steigenden Arbeitswerten von fast 6 Milliarden Euro hat den Beitragsanstieg abgefedert. Im Jahr 2010 wurden Arbeitswerte von 5,75 Milliarden Euro gemeldet.

Beitragserhebung im Umlagesystem

Die gemeldeten Arbeitswerte, also die im Gartenbau gezahlten Lohnsummen, sind eine wesentliche Größe für die Berechnung des Berufsgenossenschaftsbeitrages. Sie stehen im Verhältnis zu den Entschädigungsleistungen der berufsständischen Unfallversicherung für Heilbehandlungen, Renten und Verletztengelder. Höhere Arbeitswerte im Umlagejahr und geringere Kosten für Entschädigungsleistungen führen zu niedrigeren Beiträgen für die einzelnen Betriebe.

Fachkräftemangel in wachsender Branche

Während in den vergangenen Jahren die Erhöhungen der Arbeitswerte mit steigenden Versichertenzahlen einhergingen, zeigte sich im Jahr 2011 eine Trendwende. Erstmals seit Jahren waren weniger Arbeitnehmer bei der BG versichert als im Vorjahr. Es wurden 629.579 Versicherte gemeldet, rund 5.000 weniger als 2010. Gleichzeitig stiegen die Arbeitswerte um drei Prozent und die Anzahl der versicherten Betriebe erhöhte sich um etwa 1.000 Neuanmeldungen im Jahr 2011. Experten interpretieren dies als Hinweis auf einen spürbaren Fachkräftemangel in einer wachsenden Branche.

Die Präventionsarbeit der Berufsgenossenschaft, insbesondere die Förderung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements, wird in vielen gärtnerischen Unternehmen positiv aufgenommen, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken.

Bonussystem für Betriebe

Gute Präventionsarbeit zahlt sich nicht nur durch gesunde und motivierte Mitarbeiter aus. Insgesamt 50.661 Betriebe erhalten für 2011 einen Beitragsnachlass, da keine oder nur geringe Leistungen der BG in Anspruch genommen wurden. Die Frage, ob das Bonussystem des Gartenbaus unter dem Dach der zukünftigen Sozialversicherung für Landwirtschaft, Gartenbau und Forsten fortgeführt wird, konnte von den Mitgliedern der gärtnerischen Selbstverwaltung nicht positiv beantwortet werden.

18.04.2012

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