Organisationen, Verbände und Organisationen

ISU-Vorstand wiedergewählt und erweitert

Die Internationale Stauden-Union (ISU) hat ihren Vorstand neu gewählt und erweitert. Die bisherigen Mitglieder wurden bestätigt, darunter Präsident Aad Vollebregt und Vizepräsident Tomasz Michalik. Neu hinzu kam Jana Holzbecherova. Zukünftige Veranstaltungen und die EU-Liste invasiver Arten wurden ebenfalls diskutiert.

Kontinuität und neue Impulse im ISU-Vorstand

Die Mitglieder der Internationalen Stauden-Union (ISU) haben am 8. August in Nijkerk, Niederlande, ihren Vorstand neu gewählt. Die fünf bisherigen Vorstandsmitglieder wurden einstimmig für eine weitere Amtszeit bestätigt. ISU-Präsident Aad Vollebregt aus den Niederlanden wurde für zwei Jahre wiedergewählt, ISU-Vizepräsident Tomasz Michalik aus Polen für vier Jahre. Ebenfalls wiedergewählt wurden Michel Le Damany aus Frankreich (zwei Jahre), Gerben Tjeerdsma aus Schweden (vier Jahre) und Beate Zillmer aus Deutschland (zwei Jahre).

Die gestaffelten Amtszeiten sollen die Kontinuität der Vorstandsarbeit bei zukünftigen Wechseln gewährleisten. Neu in den Vorstand gewählt wurde Jana Holzbecherova aus Tschechien für eine Amtszeit von vier Jahren. Als Kassenprüfer wurden Peter Heutinck aus den Niederlanden und Pascal Klenart aus Deutschland ebenfalls einstimmig für eine volle Amtszeit gewählt.

Zukünftige Veranstaltungen und fachliche Diskussionen

Die nächste Mitgliederversammlung der ISU ist für die Summer Days 2024 in Angers, Frankreich, geplant. Weitere Summer Days sollen 2026 in Schweden und 2028 in Deutschland stattfinden. Im Juni 2023 wird eine botanische Exkursion der ISU in die rumänischen Karpaten angeboten, die in zwei einwöchigen Touren unter der Leitung des norwegischen Reiseführers Geir Moen durchgeführt wird.

Während der Versammlung diskutierten Staudengärtner aus zehn europäischen Ländern sowie Kanada intensiv über die EU-Liste der invasiven Arten. Die Teilnehmer sprachen sich dabei für eine Zonierung aus fachlicher Sicht aus. Sie argumentierten, dass das invasive Verhalten von Pflanzen nicht einheitlich in der gesamten EU auftritt und nicht an Landesgrenzen gebunden ist, sondern primär an Klimazonen. Aus gärtnerischer Perspektive wird daher eine Zonierung nach Klima anstelle von politischen Grenzen empfohlen.

Zudem wurde dem Vorschlag des ISU-Vorstandes zugestimmt, 2023 die ISU-Future Days im Raum Berlin zu veranstalten. Ziel ist es, mit Experten über geeignete Sortimente und Maßnahmen zur Erhaltung und Verbesserung der Biodiversität zu beraten. Dabei sollen Pflanzensortimente geprüft und gegebenenfalls erweitert werden, um in städtischen und kommunalen Gebieten, die sich zunehmend aufheizen, zu bestehen und wichtige Funktionen wie Kühlung und Überflutung in Retentionsräumen zu erfüllen. Die ISU-Winter Days vom 10. bis 12. Februar 2023 in Grünberg werden aktuell von Gerben Tjeerdsma geplant.

29.08.2022

Zurück