Hintergrund und Ziele der Torfminderung im Gartenbau
Die Reduzierung des Torfeinsatzes als Kultursubstrat und Bodenverbesserer ist ein zentraler Bestandteil des Klimaschutzprogramms 2030. Die Torfminderungsstrategie des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sieht bis 2030 einen weitgehenden Torfersatz im Erwerbsgartenbau vor. Im Hobbygartenbau wird der vollständige Torfverzicht bereits bis 2026 angestrebt.
Im Auftrag des BMEL hat die FNR in den letzten Jahren die Erforschung neuer Torfersatzstoffe gefördert. Dazu gehören Modell- und Demonstrationsvorhaben in verschiedenen Gartenbausparten sowie die Zertifizierung von Torfersatzstoffen. Ein weiterer Schwerpunkt der Förderaktivitäten ist die Einrichtung bundesweiter Fachinformationsstellen, die Erwerbsgärtner bei der betriebsindividuellen Umstellung auf eine torfreduzierte Kulturführung unterstützen.
Herausforderungen und Lösungsansätze
Trotz dieser Bemühungen steht die Branche vor Herausforderungen. Insbesondere die begrenzte Verfügbarkeit geeigneter Torfersatzstoffe und schwankende Qualitäten alternativer Substratausgangsstoffe erschweren das Erreichen der gesetzten Ziele. Die Veranstaltungsreihe „Torfminderung – eine Branche im Wandel“ dient als Plattform für den Austausch und die Entwicklung gemeinsamer Lösungsansätze. Sie thematisiert aktuelle Hemmnisse und Herausforderungen, die das Zusammenwirken verschiedener Branchenvertreter erfordern.
Die Veranstaltungsreihe wird von der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen, dem Industrieverband Garten e. V. (IVG), dem Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG), dem Bundesverband der Einzelhandelsgärtner (BVE) im ZVG sowie der Gütegemeinschaft Substrate für Pflanzen e. V. (ggs) unterstützt.
Termine der Workshopreihe 2024
Die vier Online-Workshops im Jahr 2024 behandeln folgende Themen:
- Workshop „Torfersatz auf dem Prüfstand“ am 6. März 2024
- Workshop „Torfreduktion im Erwerbsgartenbau“ am 15. Mai 2024
- Workshop „Torfverzicht im Hobbygartenbau“ am 4. September 2024
- Workshop „Brennpunkt: Torfersatz in der Forschung“ am 27. November 2024
Die Teilnahme an allen Workshops ist kostenfrei.
