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Gartensymposium würdigt Peter Joseph Lenné und diskutiert Zukunft der Gartengestaltung

Ein Gartensymposium beleuchtete das Wirken von Peter Joseph Lenné und dessen Einfluss auf die Gartengestaltung. Experten diskutierten die aktuelle und zukünftige Bedeutung von Gartenkunst. Innenminister Wolfgang Sobotka erhielt die „Lenné Medaille“.

Lennés Erbe und seine anhaltende Relevanz für die Gartenkultur

Das Symposium beleuchtete das Schaffen Peter Joseph Lennés und seine anhaltende Wirkung auf die Gartenkultur sowie die Gestaltung von Gärten und öffentlichem Grün. Fachvorträge befassten sich mit Lennés Wirken, seinen Spuren in Österreich und Zukunftsperspektiven der Gartendenkmalpflege. Ergänzend gab es Führungen durch die Ausstellung „Die Gartenmanie der Habsburger“ sowie durch den Kurpark Baden und den Schlosspark in Laxenburg.

Lenné war vor über 150 Jahren als Landschaftsarchitekt auf verschiedenen Ebenen tätig. Er plante repräsentative Anlagen und Gärten, die er durch Sichtachsen, verschlungene Wegeführungen und Pflanzungen modern gestaltete. Seine Gestaltungsansätze für den öffentlichen Raum machten ihn zu einem Wegbereiter der Freiraumplanung. Er schuf Volks- und Kurparks sowie Grünanlagen in Berlin, die als Erholungsorte dienten und den Grundstein für eine sozial verträgliche Stadtplanung legten. Auch in Österreich hinterließ er Spuren, unter anderem im Park von Schloss Schönbrunn, im Laxenburger Schlosspark und in Bad Ischl.

Impulse für naturnahe Gartengestaltung

Prof. Dr. Klaus Neumann, Präsidiumsmitglied der Deutschen Gartenbaugesellschaft und Vorstandsmitglied der Lenné Akademie, stellte das Symposium unter Lennés Motto: „...und was wir uns davon erhoffen ist die Wirkung und die Macht des Beispiels.“

Das Thema des ‚naturnahen Gartens‘ ist für uns und für die Aktion „Natur im Garten“ eine Möglichkeit, den Umweltgedanken und die Sensibilität der Vielfalt des Gartens den Menschen näher zu bringen. Dies erfolgt nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis – sozusagen in der ‚Art des Machens‘. Da passt das folgende Zitat von Lenné ‚Lassen Sie mich nur machen‘ sehr gut dazu. Genau dieses Zitat sollte die Devise von jedem Gärtner sein, wenn es darum geht, den Garten zu gestalten. Peter Joseph Lenné war schon damals ein hervorragender Vorreiter und Vordenker, und darum freuen wir uns, dass wir das Gartensymposium hier ausrichten können. Lennés Wirken und das Zusammenspiel der verschiedenen Ebenen, sei es auf privaten, öffentlichen und halböffentlichen Grünflächen, ist heute aktueller denn je.

Wolfgang Sobotka ergänzte, dass er sich freue, als Präsident des Vereins der Freundinnen und Freunde von „Natur im Garten“ die Lenné-Medaille stellvertretend für alle Mitarbeiter der Aktion entgegennehmen zu können.

Das Gartensymposium wurde vom Land Niederösterreich und dem Verein „Natur im Garten“ veranstaltet.

Kooperationspartner des Symposiums

  • Ausstellung im Kaiserhaus „Die Gartenmanie der Habsburger; Kaiser Franz und seine Familie“
  • Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW)
  • Deutsche Gartenbau-Gesellschaft 1822 eV
  • Die Gärten Niederösterreich - Gartensommer
  • DIE GARTEN TULLN
  • Donau Universität Krems - Department für Bauen und Umwelt
  • EU Projekt Wirtschaft & Natur NÖ der e.N.u.
  • European Garden Association - "Natur im Garten" International
  • Lenné-Akademie für Gartenbau und Gartenkultur
  • NÖ Energie- und Umweltagentur
  • Österreichische Bundesgärten
  • Österreichische Gartenbau-Gesellschaft
  • Österreichischen Gesellschaft für historische Gärten (ÖGHG)
  • Österreichische Gesellschaft für Landschaftsplanung und Landschaftsarchitektur
  • Schlosspark Laxenburg
  • Stadtgartenamt Baden
  • Wirtschaftskammer Österreich Bundesinnung Gärtner und Floristen

13.06.2016

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