Daueranlagen, Freiräume und Themengärten prägen das Stadtbild über die Ausstellung hinaus
Die Gartenschau in Sigmaringen hat eindrucksvoll gezeigt, welche Bedeutung moderne Gartenschauen für Stadtentwicklung, Freiraumgestaltung und Naherholung haben können. Vor der Kulisse von Schloss und Donau entstand eine Veranstaltung, die Landschaftsarchitektur, Gartenkunst und florale Gestaltung auf hohem Niveau miteinander verband.
Trotz der vergleichsweise kleineren Fläche wurde deutlich, dass Gartenschauen heute weit über klassische Blumenausstellungen hinausgehen. Im Mittelpunkt standen dauerhafte Verbesserungen für Stadtbild, Freizeitwert und ökologische Strukturen.
Neue Freiräume und renaturierte Uferbereiche
Unterstützt wurde die Gartenschau durch die Förderungsgesellschaft für die Baden-Württembergischen Landesgartenschauen mbH (bwgrün.de). Während der gesamten Laufzeit wurde das Gelände intensiv gepflegt – von den Frühlingsblühern bis zu den Staudenpflanzungen im Herbst.
Die hohe Besucherzahl sorgte für zusätzlichen Pflegeaufwand. Besonders während der heißen Sommerwochen waren umfangreiche Bewässerungsarbeiten notwendig.
Nach Angaben der Organisatoren entstanden durch die Gartenschau zahlreiche dauerhafte Anlagen und Verbesserungen:
- renaturierte Uferbereiche
- neue Freiräume und Aufenthaltsflächen
- Kinderspielplätze und Freizeiteinrichtungen
- Radwege und Verkehrsverbindungen
- neue Brücken
- Rückzugsräume für Flora und Fauna
„Das Wesentliche aber ist, dass Bleibendes entstanden ist: neue Freiräume für Bürger, renaturierte Uferbereiche, vernetzte Landschaften, Kinderspielplätze, Freizeiteinrichtungen, Radwege, neue Verkehrsverbindungen, neue Brücken und Rückzugsgebiete für Flora und Fauna und vieles mehr“, erklärte Prof. Hubert Möhrle, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung von bwgrün.de.
Verbände und Fachbetriebe gestalten Ausstellungen
Die gärtnerischen Berufsverbände und Fachorganisationen beteiligten sich mit zahlreichen Ausstellungsbeiträgen an der Gartenschau. Dazu gehörten unter anderem Pflanzungen der Baumschulen, Themengärten sowie Wechselflorflächen.
Der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg war gemeinsam mit weiteren Partnern an mehreren Projekten beteiligt. So wurden sechs Themengärten durch GaLaBau-Betriebe gestaltet.
Auch Floristik, Grabgestaltung und Steinmetzarbeiten waren Teil des Ausstellungskonzepts. Ergänzt wurde das Angebot durch einen Nachwuchswettbewerb in Kooperation mit dem Bund Deutscher Landschaftsarchitekten.
Praxisnahe Umweltbildung im Grünen Klassenzimmer
Ein wichtiger Bestandteil der Gartenschau war das „Grüne Klassenzimmer“. Dort fanden täglich Veranstaltungen für Schulklassen statt. Kinder und Jugendliche konnten sich praxisnah mit Natur, Pflanzen und Umwelttechnik beschäftigen.
Zu den Themen gehörten unter anderem Pflanzenvermehrung, Energiegewinnung, Physik sowie die Nutzung natürlicher Rohstoffe. Ergänzt wurde das Bildungsangebot durch den „Treffpunkt Grün“, in dem sich Berufsverbände und Fachorganisationen präsentierten.
Die Förderungsgesellschaft bwgrün.de koordinierte darüber hinaus den Treffpunkt Baden-Württemberg im Auftrag des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg.
