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Erfahrungsaustausch zur Gartenschau: Aschersleben blickt nach Schwerin

Ein Jahr vor der Landesgartenschau Aschersleben 2010 fand ein erster Erfahrungsaustausch mit der Bundesgartenschau 2009 in Schwerin statt. Jürgen Herzog, Geschäftsführer der LAGA Aschersleben, reiste hierfür nach Schwerin, um sich über den Umgang mit denkmalgeschützten Flächen zu informieren.

Aschersleben lernt von Schwerins Denkmalschutz-Konzept

Ein Jahr vor der Landesgartenschau (LAGA) Aschersleben 2010 fand ein erster Erfahrungsaustausch mit der Bundesgartenschau (BUGA) 2009 in Schwerin statt. Jürgen Herzog, einer der Geschäftsführer der Landesgartenschau Aschersleben 2010 GmbH, reiste hierfür nach Schwerin.

Dort traf Herzog auf Renate Behrmann, die Ausstellungsbevollmächtigte der Bundesgartenschauen in Deutschland. Ein zentrales Thema des Treffens war der Umgang mit denkmalgeschützten Flächen. Die Konzeption der Schweriner BUGA, die die Entwicklung der Gartenbaukunst vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart darstellt, bot hierfür eine geeignete Grundlage. In Schwerin sind auf sieben altstadt- und wassernahen Flächen rund um das Schlossensemble verschiedene Garten- und Parklandschaften zu sehen, darunter ein italienischer Renaissancegarten, barocke Gartenstrukturen, der englische Landschaftsstil und moderne Gärten.

Jürgen Herzog wurde zudem kürzlich zum Preisrichter der BUGA 2009 ernannt. Dies bot ihm eine zusätzliche Gelegenheit, sich vor Ort ein Bild vom Fortschritt der Schau zu machen.

Uns in Aschersleben interessiert die Art und Weise, wie an historische Parkelemente herangegangen wird. In Aschersleben haben wir ein ähnliches Gefüge und wenn man voneinander lernen kann, dann ist das doch eine gute Sache.

Die fünf Areale der Landesgartenschau in Aschersleben stehen ebenfalls unter Denkmalschutz. Der Austausch mit Schwerin und die bereits erstellten denkmalpflegerischen Rahmenkonzeptionen sollen dabei helfen, die Belange der Denkmalbehörden zu berücksichtigen.

Blumenhallen und Themengärten

Der Besuch in Schwerin diente auch dazu, Informationen über die Hallenschauen der BUGA zu sammeln. Ähnlich wie in Aschersleben entsteht in Schwerin ein Neubau für die Floristenkunst. Im Gegensatz zum Riegel im Bestehornpark in Aschersleben ist die Blumenhalle in Schwerin temporär angelegt und wird nach der BUGA zurückgebaut.

Weitere Gesprächsthemen waren die Mustergrabanlagen und die Gestaltung der Themengärten auf der BUGA. Die Landesgartenschau Aschersleben plant, sich 2009 auf der BUGA in Schwerin mit einem Stand oder einer Aktion zu präsentieren. Details hierzu werden noch ausgehandelt. Als Gegenleistung für die Möglichkeit, auf die einzige Gartenschau 2010 in den neuen Bundesländern hinzuweisen, werden in Aschersleben Informationsmaterialien zur BUGA 2009 verteilt.

Hintergrund zur BUGA Schwerin 2009

Die BUGA in Schwerin eröffnet am 23. April 2009 und erwartet 1,8 Millionen Besucher. Das Gesamtbudget beträgt rund 72 Millionen Euro, wovon etwa 40 Millionen Euro für Investitionen vorgesehen sind. Die Ausstellungsbereiche erstrecken sich über 55 Hektar und umfassen unter anderem den Garten am Marstall, den Burggarten, den Garten des 21. Jahrhunderts, den Schlossgarten, den Küchengarten, den Ufergarten und den Naturgarten.

13.08.2008

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