Grüne Verbände blicken auf erfolgreiches Jahr zurück und planen Zukunft
Die Thüringer Landesverbände des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla), des Fachverbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (FGL) sowie der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur (DGGL) starteten mit einem gemeinsamen Empfang in das neue Jahr. Rund 170 Gäste kamen im Kanonenhof des Deutschen Gartenbaumuseums in Erfurt zusammen, um auf die vergangenen Monate zurückzublicken und die kommenden Herausforderungen zu besprechen.
Eiko Leitsch, Präsident des Fachverbands GaLaBau Hessen-Thüringen e.V., betonte in seiner Eröffnungsrede die gesellschaftliche Bedeutung von Natur und Garten. Er bilanzierte das vergangene Jahr als erfolgreich für den Berufsstand, mit einer guten Auslastung in Büros und Betrieben. Gleichzeitig sprach er mögliche Probleme an, die eine gemeinsame Bearbeitung erfordern.
Jetzt getätigte Neuinvestitionen können nur nachhaltig wirken, wenn auch ausreichende Haushaltsmittel zur Pflege und Unterhaltung bereit stehen.
Leitsch wünschte sich zudem eine engere Zusammenarbeit zwischen Planern und Ausführenden im Bereich von Privatgärten. Angesichts des Trends zum Rückzug ins Private investieren private Auftraggeber vermehrt in ihr häusliches Umfeld und die Gartengestaltung. Dabei sind Auftragsvolumina von mehreren zehntausend Euro keine Seltenheit.
Ziel muss es sein, die Wünsche der Kunden durch eine anspruchsvolle Planung in Verbindung mit einer fachgerechten Bauausführung zu einem optimalen Produkt zu verknüpfen.
Als besonderer Gast wurde Jürgen Reinholz, der neue Minister für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz, begrüßt. Er hob die Bedeutung der gemeinsamen Präsentation der grünen Verbände hervor und dankte für das verbands- und berufsübergreifende Engagement für die Natur. Ein wichtiger Baustein für die Branche sei der klare Wille der Landesregierung, an den Landesgartenschauen festzuhalten.
Der Austragungsort Schmalkalden ist für 2013 glasklar festgelegt und die Weichen sind gestellt.
Reinholz äußerte große Hoffnungen auf den wirtschaftlichen Erfolg dieses Großevents. Bereits im Vorfeld lobte Werner Alkewitz, der Thüringer Vorsitzende des bdla, das Bekenntnis der Landesregierung zu den Landesgartenschauen 2013 in Schmalkalden und 2017 in Apolda.
Es ist wichtig für die Mitgliedbetriebe der Landschaftsarchitekten oder GaLaBauer, aber auch für die Wirtschaftsstärkung der Regionen, dass sich Thüringen klar zu solchen Gartengroßveranstaltungen bekennt und sie auch entsprechend gut finanziell ausstattet.
Alkewitz betonte, dass Landesgartenschauen die Infrastruktur verbessern und Städte attraktiver machen. Zudem rücken sie das Ansehen der grünen Berufe in den Mittelpunkt und bieten die Möglichkeit, Trends aufzuzeigen, Impulse zu setzen und die Leistungsfähigkeit der Branche einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.
Martina Trebert, Vorsitzende der Thüringer Landesgruppe der DGGL, äußerte die Hoffnung, das Thema Garten und Kultur im Freistaat weiter voranzubringen. Mit der Initiative GartenKultur Thüringen wurde ein Verein gegründet, der die Vielfalt grüner Ideen aufzeigen möchte. Um die Anliegen unterschiedlicher Vereine, Initiativen und Stiftungen zu bündeln, sei eine verbindliche Förderung notwendig, damit die Garten-Kultur im Land überregional wahrgenommen und zu einem Tourismusfaktor werden kann. Das Branchentreffen bot eine Gelegenheit, gemeinsam an diesem Ziel zu arbeiten und Ideen sowie Aktionen zu besprechen.
Zu den herausragenden Veranstaltungen im Jahr 2010 zählen das DGGL-Jahresthema Garten und Kulturen, die Fortführung des Thüringer Landschaftsarchitekturpreises sowie die Landesgartenschau in Bad Nauheim, an der der FGL Hessen-Thüringen mit zahlreichen Mitgliedern beteiligt ist. Der 13. Neujahrsempfang in Thüringen wurde von Rinn Beton- und Naturstein, der Baumschule Lorberg sowie der Leipziger Leuchten GmbH unterstützt.
