Die Rolle der genetischen Vielfalt im Klimawandel
Angesichts sich wandelnder Umweltbedingungen und der damit verbundenen Risiken für Wälder ist die Erforschung und Erhaltung der genetischen Vielfalt eine wichtige Voraussetzung für ökologisch stabile Wälder in der Zukunft. Dies war ein zentrales Ergebnis einer Veranstaltung, die die Stiftung Wald in Not gemeinsam mit der Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Forstliche Genressourcen“ in Bonn vor der UN-Biodiversitätskonferenz durchführte. Mitglieder der Arbeitsgruppe präsentierten dabei ihre Forschungsergebnisse.
Es wurde deutlich, dass stabile, ertragreiche und artenreiche Wälder unter den Bedingungen des Klimawandels nur durch eine breite genetische Vielfalt erhalten werden können. Auch die steigende Nachfrage nach Holz unterstreicht die Notwendigkeit, die genetische Vielfalt der Wälder zu erfassen und zu erhalten. Dies sichert eine nachhaltige Waldnutzung langfristig ab.
Forderungen an die Politik zur Sicherung der Vielfalt
Aus der Veranstaltung leitet die Stiftung Wald in Not konkrete Forderungen an die Politik ab:
- Das begonnene genetische Monitoring für einzelne Baumarten muss fortgeführt werden, um Zeitreihen bewerten zu können.
- Das Monitoring sollte auf weitere Baumarten ausgedehnt und in das Forstliche Umweltmonitoring integriert werden.
- Eine einheitliche Methodik ist erforderlich, um großräumige Auswertungen und Aussagen zu ermöglichen.
- Bund und Länder müssen entsprechende finanzielle, technische und personelle Ressourcen bereitstellen.
Die Förderung seltener Baumarten, die einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der genetischen Vielfalt leistet, ist ein besonderes Anliegen der Stiftung Wald in Not. Weitere Informationen hierzu sind in der Broschüre „Seltene Bäume in unseren Wäldern – Erkennen, erhalten, nutzen“ erhältlich, die über die Geschäftsstelle der Stiftung Wald in Not bezogen werden kann.