Naturschutz

Gewässerunterhaltung in forstwirtschaftlich genutzten Bereichen

Die Gewässerunterhaltung in forstwirtschaftlich genutzten Gebieten steht vor besonderen Herausforderungen. Eine Arbeitsgruppe analysiert die Auswirkungen forstwirtschaftlicher Eingriffe auf Gewässer und erarbeitet Empfehlungen für eine angepasste Bewirtschaftung, um den ökologischen Zustand zu verbessern.

Ziele und Herausforderungen der Gewässerpflege im Wald

Um die Vorgaben der EG-Wasserrahmenrichtlinie auch in diesen Gebieten dauerhaft zu erfüllen, sollen die naturräumlichen und wasserwirtschaftlichen Veränderungen, die mit forstwirtschaftlichen Eingriffen verbunden sind, analysiert werden. Dabei werden deren Auswirkungen auf die Gewässerunterhaltung dargestellt. Ziel ist es, Empfehlungen für eine angepasste Bewirtschaftung zu erarbeiten, um diese Auswirkungen zu reduzieren.

Die Arbeitsgruppe GB-2.17 „Gewässerunterhaltung in forstwirtschaftlich genutzten Bereichen“ hat sich zum Ziel gesetzt, grundlegende Wirkungszusammenhänge, Wechselwirkungen sowie direkte und indirekte Auswirkungen auf Fließgewässer in forstwirtschaftlich genutzten Gebieten aufzuzeigen. Weiterhin sollen gemeinsame Vorgehensweisen von Forst- und Wasserwirtschaft in der Gewässerunterhaltung entwickelt werden. Dies beinhaltet die Benennung konkreter Handlungsoptionen, die Darstellung unterschiedlicher Interessen und Widersprüche sowie das Aufzeigen von Gemeinsamkeiten.

Verbesserung des ökologischen Zustands

Die Ergebnisse dieser Arbeit sollen dazu beitragen, die Sensibilisierung für naturnahe Funktionen und Strukturen von Fließgewässern in forstwirtschaftlich genutzten Bereichen zu verbessern. Zudem sollen sie gemeinsame Wege für eine nachhaltige Verbesserung des ökologischen Zustands aufzeigen. Praxisnahe Fallbeispiele sollen verdeutlichen, welche Lösungsansätze umgesetzt werden können.

Das geplante Merkblatt der Arbeitsgruppe GB-2.17 im Fachausschuss GB-2 „Ausbau und Unterhaltung von Fließgewässern“ richtet sich an Fachleute aus Wasserwirtschaft, Naturschutz und Forstwirtschaft. Angesprochen werden Vertreter aus Kommunen, Behörden, Verbänden, Institutionen, Ingenieurbüros sowie Forst- und Unterhaltungsbetrieben. Hinweise und Anregungen zu diesem Vorhaben nimmt die DWA-Bundesgeschäftsstelle entgegen.

Zur Mitarbeit in der Arbeitsgruppe sind Vertreter von wissenschaftlichen Einrichtungen, Gewässerunterhaltungspflichtigen, Behörden, forstwirtschaftlichen Einrichtungen, Planungsbüros, Betreibern wasserwirtschaftlicher Anlagen und weitere Interessierte eingeladen. Interessenten können sich mit einer themenbezogenen Beschreibung ihres beruflichen Werdeganges bei Dipl.-Geogr. Georg Schrenk unter schrenk@dwa.de in der DWA-Bundesgeschäftsstelle melden.

23.12.2016

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