Naturschutz

Moorschutz im Königsauer Moos: 3,1 Millionen Euro für Flächenankauf

Das Königsauer Moos erhält 3,1 Millionen Euro für den Ankauf von Moorflächen. Das Projekt des Landkreises Dingolfing-Landau zielt auf Renaturierung und Klimaschutz ab, um wertvolle Ökosysteme zu erhalten und die Artenvielfalt zu fördern.

Förderung für Natur- und Klimaschutz durch Renaturierung

Im Königsauer Moos wird ein Projekt zur Renaturierung und zum Erhalt wertvoller Moorflächen umgesetzt. Der Landkreis Dingolfing-Landau, als Träger dieses Vorhabens, erhielt hierfür einen Förderbescheid über 3,1 Millionen Euro vom Bayerischen Umweltministerium. Diese Mittel sind für den Ankauf von Moorflächen vorgesehen.

Das Königsauer Moos ist eine der ökologisch wertvollsten Landschaften in Bayern. Moore sind faszinierende Naturräume und einzigartige Ökosysteme. Intakte Moore sind CO2-Tresore und damit für den Klimaschutz unverzichtbar. Moorschutz hat in Bayern eine herausragende Bedeutung. Der Grundstückskauf im Königsauer Moos ist ein wichtiger Meilenstein für den Moorschutz in Bayern.

Der Landkreis Dingolfing-Landau konnte in Zusammenarbeit mit den Moor-Projektstellen der Regierung von Niederbayern eine Fläche von insgesamt 30 Hektar erwerben. Das Projekt zielt darauf ab, das Moor wiederzuvernässen, um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Zudem sollen blütenreiche Feuchtwiesen geschaffen und erhalten werden, in Kooperation mit den Landwirten. Das Bayerische Umweltministerium fördert den Ankauf der Grundstücke zu 90 Prozent. Der Bestand an landkreiseigenen Flächen in diesem Gebiet beläuft sich aktuell auf 177 Hektar.

Bedeutung für Artenvielfalt und Ökosystem

Das Königsauer Moos ist Teil des Niedermoorgürtels im Unteren Isartal, der mit rund 13.000 Hektar zu den größten Niedermoorkomplexen Bayerns zählt. Es ist ein zentraler Bestandteil des Natura 2000-Gebiets „Wiesenbrütergebiete im Unteren Isartal“ und ein bedeutendes Brutgebiet für den Großen Brachvogel. Auch für andere seltene Tier- und Pflanzenarten, wie den Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling oder die Mehlprimel, stellt das Königsauer Moos einen wichtigen Lebensraum dar.

Bereits in den Jahren 1995/1996 wurde im Königsauer Moos ein Grundstock an öffentlichen Flächen geschaffen. Dieser wurde durch zwei Bayern-Netz-Natur Projekte in den Zeiträumen 2002 bis 2006 sowie 2008 bis 2014 erweitert. Ergänzend wurden Naturschutzmaßnahmen wie das Anlegen von Seigen (Flachmulden), Uferabflachungen und die Extensivierung von Grünland umgesetzt.

Seit 2008 wurden in Bayern über 1.000 Hektar Moorfläche renaturiert. Dadurch konnten mehr als 115.000 Tonnen CO2-Äquivalente eingespart werden.

03.08.2021

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