Naturschutz

Tausende Solitärbäume für den Artenschutz in Bayern

Ein Pilotprojekt des BUND Naturschutzes und des Bayerischen Bauernverbandes pflanzt 3.500 Solitärbäume im Landkreis Rhön-Grabfeld. Das Bayerische Umweltministerium fördert das Vorhaben mit über einer Million Euro, um Natur- und Artenschutz sowie die biologische Vielfalt zu stärken.

Pilotprojekt für mehr Artenvielfalt in Rhön-Grabfeld

Im Rahmen eines Pilotprojekts des BUND Naturschutzes und des Bayerischen Bauernverbandes werden im Landkreis Rhön-Grabfeld rund 3.500 Solitärbäume gepflanzt. Das Bayerische Umweltministerium fördert dieses Vorhaben mit über einer Million Euro aus dem Landschaftspflegeprogramm.

Die Pflanzung des ersten Solitärbaums in Junkershausen markierte den Auftakt des Projekts. Die Initiative zielt darauf ab, den Natur- und Artenschutz in der Fläche zu stärken und die biologische Vielfalt in der Kulturlandschaft zu fördern. Gleichzeitig leisten die Bäume einen Beitrag zum Klimaschutz.

Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir den Natur- und Artenschutz in der Fläche weiter ausbauen. Mit rund 3.500 Solitärbäumen setzen wir wichtige Zeichen für die biologische Vielfalt in der Kulturlandschaft. Auch für den Klimaschutz leisten die Bäume einen wichtigen Beitrag. Das Projekt zeigt: Naturschutz und Landwirtschaft müssen zusammengedacht werden. Wenn alle an einem Strang ziehen, gibt es nur Gewinner.

Bedeutung und Ziele der Solitärbäume

Solitärbäume zeichnen sich durch ihre Wuchsform, Größe, Blattfärbung, Blüten- oder Blattform aus und prägen optisch ihre Umgebung. Das Gemeinschaftsprojekt verfolgt mehrere Ziele: Es soll eine räumliche Vernetzung von Biotopen schaffen und die offene Agrarlandschaft optisch auflockern. Darüber hinaus soll die Pflanzaktion das Bewusstsein für die Bedeutung von Solitärbäumen für die Kulturlandschaft sowie für Umwelt- und Klimaschutz schärfen.

Ähnlich wie bei Streuobstbeständen sollen Nutzungsinitiativen entwickelt werden, um Anreize für die langfristige Erhaltung der Bäume zu schaffen. Das Projekt ist ein Baustein zur Umsetzung der Bayerischen Biodiversitätsstrategie, die den Erhalt der natürlichen Vielfalt in Bayern zum Ziel hat.

Engagement für Biodiversität

Ein weiteres Engagement der Bayerischen Staatsregierung für den Erhalt der natürlichen Vielfalt ist der „Bayerische Streuobstpakt“. Dieser sieht vor, bis zum Jahr 2035 über eine Million Streuobstbäume zu pflanzen. Für die Umsetzung des Streuobstpakts stellt die Staatsregierung insgesamt über 600 Millionen Euro bereit.

26.02.2022

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