Golfanlagen ziehen positive Bilanz für das Geschäftsjahr 2008
Die deutschen Golfanlagen blicken laut aktuellem Golfbarometer des Deutschen Golf Verbandes (DGV) auf ein insgesamt erfolgreiches Geschäftsjahr 2008 zurück. Die Erwartungen der Betreiber an die Saison wurden weitgehend erfüllt.
Mit 232 teilnehmenden Anlagen verzeichnete die Herbstumfrage eine Rekordbeteiligung. Damit liefert das Barometer ein breites Stimmungsbild zur wirtschaftlichen Lage und zu aktuellen Entwicklungen im Golfmarkt.
Preisentwicklung mit moderater Dynamik
Preisanpassungen bei Greenfees, Jahresgebühren und Einmalentgelten fielen 2008 zurückhaltender aus als im Vorjahr. Dennoch stiegen insbesondere die Gastspielgebühren weiter an.
Das durchschnittliche Wochenend-Greenfee überschritt erstmals die Marke von 50 Euro und lag bei 51,48 Euro. Unter der Woche wurden im Schnitt 41,11 Euro verlangt. Diese Entwicklung wirkte sich positiv auf die Einnahmesituation vieler Anlagen aus.
Einnahmen und Mitgliedschaften im Wandel
Knapp die Hälfte der Golfanlagen (45,5 Prozent) konnte steigende Greenfee-Einnahmen verzeichnen, während 17 Prozent Rückgänge meldeten. Gleichzeitig gingen die Einnahmen aus Einmalentgelten und Jahresbeiträgen tendenziell zurück.
Bei den Mitgliedschaftsmodellen bleiben Voll- und Jahresmitgliedschaften weiterhin dominant. Rund 58 Prozent der Anlagen gewinnen ihre Neumitglieder überwiegend über Jahresmitgliedschaften.
Leichte Veränderungen zeigen sich bei alternativen Modellen: Schnuppermitgliedschaften verlieren etwas an Bedeutung, während Greenfee-Mitgliedschaften zunehmend an Attraktivität gewinnen. Der Anteil der Anlagen mit entsprechenden Angeboten stieg von 11 auf 15 Prozent.
Golfbarometer als Branchenindikator
Das DGV-Golfbarometer wird jeweils zu Beginn und zum Ende der Saison durchgeführt und liefert eine aktuelle Einschätzung der wirtschaftlichen Lage aus Sicht der Betreiber. Es ergänzt den detaillierteren Betriebsvergleich um kurzfristige Trendanalysen.
Die Ergebnisse entstehen in Zusammenarbeit mit GTC – Golf & Tourism Consulting und bieten eine kompakte Grundlage zur Bewertung von Marktbewegungen in der Golfbranche.
