Inhaltliche Schwerpunkte und Fachforen der Messe
Die Fachmesse Golfplatz & Services in der Weser-Ems Halle in Oldenburg ist nach zweitägiger Dauer am 27. November erfolgreich beendet worden. Das Konzept der Veranstaltung, das auf die gemeinsame Gestaltung der Zukunft der Marktpartner im Wettbewerb abzielt, hat sich dabei weitgehend bewährt.
Die nächste Ausgabe der Fachmesse ist für das kommende Jahr oder, wie ursprünglich geplant, im Zweijahresturnus vorgesehen. Alfred Meyer, Projektleiter der Messe, erklärte, dass es bezüglich des Termins noch unterschiedliche Wünsche unter den Messepartnern gebe, die im Konzept berücksichtigt werden sollen. Zu den Marktpartnern zählen Fachverbände wie der Greenkeeper Nord e. V., der Golf Management Verband Deutschland e. V. (GMVD) und der Bundesverband Golfanlagen e. V. (BVGA) sowie relevante Anbieter aus der Wirtschaft.
Der Kongress „The future of greenkeeping“ und das Forum „Wirtschaftsfaktor Golfanlage – Qualitätsoffensive“ behandelten aktuelle Themen, die der Qualifizierung, Fortbildung und Karriere von Greenkeepern und Managern dienten. Referenten aus den USA, den Niederlanden, Dänemark, England und Deutschland waren in Oldenburg vertreten.
Die Fach- und Ordermesse konzentrierte sich auf folgende Schwerpunkte:
- Golfplatzbau, Renovation und Redesign sowie innovative Technologien
- Pflege und Maschinen für Fairways und Greens, Produkte für nachhaltige Pflege und gesundes Wachstum
- Kostenmanagement durch wirksame, innovative Technologien
- Bewässerung und Wassermanagement
- Gestaltungskonzepte für die Golf-Terrasse
Laut Thomas Hasak, Geschäftsführer des BVGA, sehen die Verbände in diesem Marktsegment noch erhebliches Potenzial, da der Golfsport in Deutschland im Vergleich zu Ländern wie den USA, Kanada, Großbritannien und Skandinavien noch Entwicklungsrückstand aufweist. Der GMVD und der BVGA knüpften auf der Messe im Rahmen eines Herbstseminars an den Europakongress „The Big Change“ an und diskutierten, wie neue Zielsetzungen erfolgreich umgesetzt werden können.
Der Kongress des Regionalkreises Nord, organisiert von Dr. Reinhard Koss, diente als Ergänzung zum Forum. Koss betonte die ideale Ergänzung der Inhalte beider Veranstaltungen und das positive Feedback der Teilnehmer. Er signalisierte die Bereitschaft zur weiteren Mitarbeit an der Entwicklung des Projekts.
Interaktiver Austausch und Zukunftsperspektiven für die Golfbranche
Michael Paletta, Vorstand des Greenkeeper Nord e. V., hob hervor, dass die Verbände visionäre Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigten und Chancen erarbeiteten. Gleichzeitig gaben Wissenschaftler aus aller Welt ihr praxiserprobtes Wissen weiter, um Fachleuten auf Golfanlagen Impulse für die Weiterentwicklung zu geben.
Die Kombination aus Messe und Kongress förderte die Geschäftsanbahnung und Vernetzung. Die Premiere der Kongressmesse brachte 50 Aussteller und 16 Referenten nach Oldenburg. Der Wachstumsmarkt der Golfanlagen erfuhr durch die interaktive Kommunikation eine Belebung. Neue Potenziale ergeben sich im Golfplatzbau, bei Renovationen, der Pflege von Golfanlagen und bei Serviceleistungen. Die Messe soll ein Fundament für die Weiterentwicklung des Golfsports legen.
Die Messe hat den Anspruch, innovative Entwicklungen in den Vordergrund zu stellen, um Qualitätsmanagement und Marketing in Golfclubs und bei Betreibern von Golfanlagen zu fördern. Aussteller und Verbände verfolgen diesen Ansatz unter dem Begriff „Best practice benchmark“.
Alfred Meyer bezeichnete die Messe aufgrund des Termins, der am Ende des Wirtschaftsjahres der Golfclubs liegt, als „Vorweihnachtsmarkt für Golfanlagenbetreiber und Clubs“. Die Besucher konnten in der Weser-Ems Halle Lösungen für die kommende Golfsaison finden und ihre Wunschlisten mit kompetenten Ausstellern besprechen. Die meisten Aussteller bewerteten den Erfolg als gut oder befriedigend und lobten die Qualität der Besucher. Es wurden 821 Fachinteressenten gezählt, und viele Aussteller äußerten den Wunsch, wiederzukommen und zur Weiterentwicklung des Messekonzepts beizutragen.
„Endlich eine Messe, die den sehr speziellen Interessen unseres Marktes dient.“
Dieser Tenor spiegelte die einheitliche Meinung von Ausstellern und Besuchern wider. Obwohl eine Premiere nur einen ersten Überblick über den Markt bieten kann, zeigten viele Interessenten, sogenannte „Kiebitze“, großes Interesse an einer zukünftigen Beteiligung.