Belgische Tulpenproduktion im Rampenlicht
Antwerpen war Schauplatz einer Aktion, bei der 100.000 Tulpen in einem Selbstbedienungsgarten angeboten wurden. Rund 4.500 Besucher konnten sich auf dem Astridplein eigene Tulpensträuße zusammenstellen. Diese Initiative wurde vom flämischen Agrar-Marketing-Büro VLAM und den flämischen Tulpenerzeugern ins Leben gerufen.
Die Aktion zielte darauf ab, die belgische Tulpenproduktion hervorzuheben. Belgien produziert jährlich etwa 60 Millionen Tulpen, wobei rund zehn professionelle Erzeuger aktiv sind. Jeder Passant konnte sich bis zu 15 Tulpen nehmen.
Tuliflor: Ein führender Produzent
Ein bedeutender Akteur in der belgischen Tulpenproduktion ist Tuliflor aus Laarne. Das Unternehmen ist auf die Tulpenerzeugung spezialisiert und betreibt diese Kultur ganzjährig. Mit einer Jahresproduktion von 40 Millionen Tulpen ist Tuliflor der größte belgische Produzent und zählt zu den führenden in Europa.
Zwischen 27 und 30 Millionen Tuliflor-Tulpen werden jährlich exportiert. Christoph Pieters, Geschäftsführer von Tuliflor, betont die Qualität der flämischen Tulpen:
Wer an Tulpen denkt, denkt vielfach automatisch an die Niederlande. Doch auch Flandern hat in puncto Tulpen einiges zu bieten. Im Vergleich zu unseren niederländischen Nachbarn produzieren wir vornehmlich die dickeren Tulpenzwiebeln. Das führt zu starken Stielen und größeren Blüten mit längerer Haltbarkeit.
Vielfalt der flämischen Schnittblumenproduktion
Insgesamt widmen sich 38 flämische Produzenten der Schnittblumenerzeugung und bewirtschaften dafür eine Fläche von 60 Hektar. Neben Tulpen umfasst das Sortiment auch Rosen, Amaryllis, Nelken und Lilien.
Diese Schnittblumen werden entweder direkt über den Handel vertrieben oder über Auktionen in Brüssel, den Niederlanden und Deutschland verkauft. Belgische Schnittblumen sind bei internationalen Kunden gefragt und werden hauptsächlich aus den Niederlanden, Frankreich, Deutschland und dem Vereinigten Königreich geordert.
