Aus- und Weiterbildung

Grenzüberschreitende Gartenpädagogik

Die Fachtagung Gartenpädagogik auf der GARTEN TULLN bildet den Auftakt des ETZ-Projektes EDUGARD. Dieses Projekt widmet sich der Bildung in Gärten im Grenzgebiet zwischen der Tschechischen Republik und Österreich.

Fachtagung EDUGARD: Bildung in Gärten im Grenzgebiet

Die Fachtagung Gartenpädagogik auf der GARTEN TULLN bildet den Auftakt des ETZ-Projektes EDUGARD. Dieses Projekt widmet sich der Bildung in Gärten im Grenzgebiet zwischen der Tschechischen Republik und Österreich.

Die Veranstaltung richtet sich an ein internationales Fachpublikum. Angesprochen werden Pädagogen, Studierende pädagogischer Hochschulen sowie Akteure aus den Bereichen Umweltbildung und Gartenpädagogik.

Der erste Tag der Tagung umfasst Exkursionen zu gartenpädagogischen Projekten in Niederösterreich. Am zweiten Tag findet ein internationaler Fachtag statt. Hier referieren Fachleute aus Europa und Übersee zu Themen wie Game-based Learning, Environmental Storytelling, Schulgarten- und Freiraumgestaltung sowie Aus- und Weiterbildung.

Zu den Vortragenden zählen Dorit Haubenhofer (Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik, AT), Wolfgang Palme (Cityfarm Schönbrunn, AT), DI Katja Batakovic (Verein „Natur im Garten“, AT), PhD Dilafruz Williams (Portland State University, USA), Martin Maudsley (UK), Ing. Vlasta Hábová (CZ), Arnau Amat (University of Vic, ESP) und Dr. Dorothee Benkowitz (Pädagogische Hochschule Karlsruhe, DE).

An beiden Tagen werden Workshops auf der GARTEN TULLN angeboten und Best-Practice-Beispiele vorgestellt. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Simultanübersetzung in Englisch, Deutsch und Tschechisch wird bereitgestellt.

Der Fokus liegt auf dem Garten als Lern- und Erlebnisraum. Hier können Schüler ganzheitlich in der Natur lernen, anstatt in geschlossenen Räumen zu sitzen. Die Gartenpädagogik ergänzt die Wissensvermittlung durch unmittelbare und sinnliche Erfahrungen.

Der Außenraum eignet sich für Projektunterricht sowie fächerübergreifende und offene Lernformen, nicht nur in Biologie oder Sachunterricht.

Hier setzt Gartenpädagogik an: Als die Verbindung von gärtnerischer und pädagogischer Arbeit nutzt sie den naturnahen Garten mit seinen Natur- und Stoffkreisläufen und der biologischen Vielfalt als Lernraum zur Vermittlung von theoretischen Kenntnissen und praktischen Fertigkeiten.

Dies ermöglicht sowohl eine gärtnerische Bildung als auch eine Bildung zu naturwissenschaftlichen und umweltrelevanten Themen. Die Gartenpädagogik beeinflusst zudem die körperliche, seelische und soziale Entwicklung von Heranwachsenden.

Sie richtet sich an Kinder und Jugendliche aller Altersstufen und Schultypen, deren Pädagogen sowie Studierende einschlägiger Fachrichtungen. Die Fachtagung ist Teil des ETZ-Projekts EDUGARD ATCZ65 (2016 - 2019). Partner aus der Tschechischen Republik und Österreich möchten die Öffentlichkeit für die Nutzung von Schulgärten im Unterricht sensibilisieren, Wissen grenzüberschreitend austauschen und die Gartenpädagogik in der Bildungsstruktur etablieren.

05.05.2017

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