Naturschutz

Große Verantwortung für den Gewässerschutz: Wasserqualität verfehlt europäische Zielvorgaben

Die europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) von 2000 zielt auf den Schutz und die Verbesserung der Gewässerqualität ab. Ein aktueller Bericht zeigt jedoch, dass die Zielvorgaben noch nicht erreicht wurden, insbesondere bei Fließgewässern.

Herausforderungen bei der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie

Die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) der EU aus dem Jahr 2000 (Richtlinie 2000/60/EG) hat zum Ziel, die Gewässerbeschaffenheit in ganz Europa zu schützen und zu verbessern. Diese Richtlinie betrifft nahezu alle Branchen und Regionen.

Für Oberflächengewässer wie Flüsse, Kanäle und Seen ist ein anspruchsvoll definierter ökologischer und chemischer Zustand vorgesehen. Beim Grundwasser werden neben dem chemischen auch der mengenmäßige Zustand als ambitionierte Ziele genannt. Unternehmen tragen eine Verantwortung für die Wasserqualität in ihrer Umgebung. Risiken für das Grundwasser können durch belastete Industrieabwässer, Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft sowie durch Fahrlässigkeit oder technische Mängel bei der Lagerung und Nutzung wassergefährdender Stoffe entstehen.

Bereits eine Hoftankstelle oder ein Heizöltank können bei Undichtigkeiten zu Verunreinigungen von Erdreich und Grundwasser führen. Durch den natürlichen Austausch zwischen Grundwasser und Fließgewässern können sich solche Belastungen ausweiten. Die Vermeidung von Gewässerschäden ist daher von Bedeutung.

Aktueller Stand der Umsetzung

Ein aktueller Zwischenbericht zur Umsetzung der EU-Richtlinie zeigt, dass die ursprüngliche Zielvorgabe für das Jahr 2015, die Gewässerqualität zu verbessern, noch nicht erreicht wurde. Insbesondere bei Fließgewässern besteht weiterhin eine Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität. Nach Angaben des Bundesumweltamtes (UBA) erreichen lediglich zehn Prozent der deutschen Bäche und Flüsse die Prädikate „gut“ oder „sehr gut“ für den ökologischen Zustand.

Um kostspielige Schadensregulierungen zu vermeiden und den Gewässerschutz zu gewährleisten, ist es ratsam, zertifizierte Fachbetriebe nach Wasserrecht mit der Betreuung von Tanksystemen zu beauftragen. Der Bundesverband Behälterschutz e. V. (Freiburg) weist darauf hin, dass das RAL Gütezeichen Tankschutz und Tanktechnik ein Indiz für regelmäßig überprüfte Fachkenntnisse und rechtliche Kompetenzen eines Betriebs ist. Diese Fachbetriebe übernehmen die Installation, Wartung und Instandsetzung von Anlagen und unterstützen Tankbetreiber dabei, ihren Pflichten aus der Gesetzgebung zum Gewässerschutz nachzukommen.

30.10.2015

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