Großhandelspreise im Juli 2022: Anstieg um 19,5 % im Jahresvergleich

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Die Großhandelspreise stiegen im Juli 2022 um 19,5 % gegenüber dem Vorjahr, eine leichte Abschwächung der Anstiegsrate. Im Vergleich zum Vormonat sanken die Preise erstmalig seit Oktober 2020 um 0,4 %.

Entwicklung der Rohstoff- und Vorproduktpreise

Der deutliche Anstieg der Großhandelspreise im Jahresvergleich ist weiterhin auf gestiegene Preise für Rohstoffe und Vorprodukte zurückzuführen. Den größten Einfluss auf die Veränderungsrate hatte im Juli 2022 der Preisanstieg im Großhandel mit Mineralölerzeugnissen, der bei +53,8 % lag.

Besonders kräftige Preisanstiege im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten auch der Großhandel mit festen Brennstoffen (+92,9 %) sowie mit chemischen Erzeugnissen (+41,3 %). Auch die Preise im Großhandel mit Milch, Milcherzeugnissen, Eiern, Speiseölen und Nahrungsfetten (+38,7 %) sowie mit Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermitteln (+33,4 %) waren erheblich höher.

Im Großhandel mit Erzen, Metallen und Metallhalbzeug stiegen die Preise um 14,9 % und im Großhandel mit Altmaterial und Reststoffen um 10,9 % gegenüber dem Vorjahresmonat.

Monatliche Preisentwicklungen im Detail

Gegenüber Juni 2022 stiegen im Juli 2022 insbesondere die Preise im Großhandel mit festen Brennstoffen (+10,2 %) sowie mit Milch, Milcherzeugnissen, Eiern, Speiseölen und Nahrungsfetten (+2,6 %).

Demgegenüber waren Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermittel saisonal bedingt deutlich günstiger (-8,4 %). Erze, Metalle und Metallhalbzeug verzeichneten einen Preisrückgang von 4,9 %, ebenso Altmaterial und Reststoffe (-2,7 %). Hier sanken die Preise für Eisen und Stahlschrott zum dritten Mal in Folge um 11,8 % gegenüber Juni 2022. Preisrückgänge waren zudem im Großhandel mit Mineralölerzeugnissen zu beobachten (-1,1 %).

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