Differenzierte Preisentwicklung in den Warengruppen
Der maßgebliche Faktor für den Rückgang der Großhandelspreise im Jahresvergleich war im Mai 2024 der Preisrückgang bei chemischen Erzeugnissen. Hier verzeichnete der Großhandel ein Minus von 13,9 Prozent gegenüber Mai 2023. Auch im Vergleich zum Vormonat April 2024 sanken diese Preise um 0,9 Prozent.
Ebenfalls deutlich günstiger als im Vorjahr waren die Preise im Großhandel mit Eisen, Stahl und Halbzeug. Diese sanken um 12,1 Prozent im Jahresvergleich und um 0,5 Prozent gegenüber April 2024. Bei Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermitteln sowie bei Milch, Milcherzeugnissen, Eiern, Speiseölen und Nahrungsfetten lagen die Preise auf Großhandelsebene jeweils 5,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Allerdings stiegen die Preise für Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermittel im Vormonatsvergleich um 3,4 Prozent.
Demgegenüber verzeichneten einige Warengruppen Preisanstiege im Vergleich zum Mai 2023. Die Preise für Nicht-Eisen-Erze, Nicht-Eisen-Metalle und Halbzeug daraus erhöhten sich um 9,7 Prozent. Auch Kaffee, Tee, Kakao und Gewürze waren mit einem Plus von 8,2 Prozent teurer. Für Zucker, Süßwaren und Backwaren mussten Großhändler 7,2 Prozent mehr bezahlen, für Obst, Gemüse und Kartoffeln 6,4 Prozent und für Tabakwaren 5,4 Prozent.
