Hausbäume: Vielfalt und ihre Bedeutung für den Garten
Die Pflanzung von Hausbäumen war traditionell mit wichtigen Familienereignissen wie Geburten oder Hochzeiten verbunden. Heute stehen bei der Auswahl von Hausbäumen vermehrt gestalterische und ökologische Aspekte im Vordergrund. Dazu zählen die Strukturierung des Gartens, die Schaffung von Schattenplätzen, sommerliche Blütenpracht, herbstliche Blattfärbungen oder markanter Fruchtschmuck.
Blühende Hausbäume leisten einen Beitrag zum Artenschutz, indem sie Bienen und anderen Insekten ein reiches Pollen- und Nektarangebot bieten. Zudem dienen Baumkronen Singvögeln als Nistplätze. Wer diese gärtnerische Tradition im eigenen Garten fortführen möchte, sollte eine Gartenbaumschule konsultieren. Dort erfolgt eine Beratung zur Dimensionierung, da Wuchshöhe und Kronendurchmesser entscheidende Parameter sind, um eine Überdimensionierung und mögliche Konflikte mit Nachbarn zu vermeiden.
Ausgewählte Hausbaumarten und ihre Eigenschaften
Der Kugelamberbaum (Liquidambar styraciflua ‚Gumball‘) eignet sich mit einer Wuchshöhe von 3–5 m und einem Kronendurchmesser von 3–4 m besonders für kleinere Gärten, beispielsweise als Schattenspender an Sitzplätzen. Im Vorgarten, als Solitär vor einer dunklen Hecke platziert, wird seine spektakuläre Blattfärbung im Herbst zu einem Blickfang. Dieser Baum ist winterhart.
Das Amerikanische Gelbholz (Cladrastis lutea) zeichnet sich ebenfalls durch seine Herbstfärbung aus. Mit einer Wuchshöhe von 8–10 m und einem Kronendurchmesser von 5–8 m empfiehlt es sich als Solitärbaum. Von Mai bis Juni blüht das Gelbholz in weißen, duftenden Doldentrauben und bietet Bienen und anderen Insekten ein attraktives Pollen- und Nektarangebot. Seine Trockenresistenz unterstreicht die Bedeutung für den Insektenschutz und die Anpassung an den Klimawandel.
Für eine besondere Farbgestaltung im winterlichen Garten ist die Pflanzung des Apfeldorns (Crataegus x lavallei ‘Carrierei’) empfehlenswert. Bei einer Wuchshöhe von 5–7 m und einem Kronendurchmesser von 3–4 m sollte eine solitäre Pflanzung in Betracht gezogen werden. Ab Mai blühend, entwickelt der Apfeldorn farbige Fruchtstände, die oft bis Dezember oder Januar in einem Rot-Orange an den Ästen haften bleiben. Blüten und Fruchtstände ziehen Bienen, Insekten und Vögel an. Die dichten und dornigen Äste des winterharten Apfeldorns bieten Vögeln sichere Nistplätze und Schutz.
