Beregnung und Bewässerung, Fachliteratur und Kataloge

Grundsätze einer gewässerschützenden Landbewirtschaftung

Die DWA hat ein neues Arbeitsblatt zur gewässerschützenden Landbewirtschaftung veröffentlicht. Es bietet einen Überblick über Prinzipien und Maßnahmen, um die Einhaltung maximal tolerierbarer Emissionswerte zu gewährleisten und Gewässer nachhaltig zu schützen.

Neues DWA-Arbeitsblatt für nachhaltigen Gewässerschutz

Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) hat das Arbeitsblatt DWA-A 912 mit dem Titel „Grundsätze und Maßnahmen einer gewässerschützenden Landbewirtschaftung“ veröffentlicht. Dieses Dokument bietet einen Überblick über die Prinzipien und möglichen Maßnahmen, die für eine gewässerschützende Landbewirtschaftung notwendig sind.

Ziel ist es, die Einhaltung maximal tolerierbarer Emissionswerte zu gewährleisten, um die wasserrechtlichen Qualitätsziele zu erreichen. Die Auswahl der geeigneten Maßnahmen muss dabei stets unter Berücksichtigung der regionalen Standort- und Nutzungsverhältnisse erfolgen. Eine gewässerschützende Landbewirtschaftung zielt darauf ab, Beeinträchtigungen von Grund- und Oberflächengewässern weitestgehend zu vermeiden und diese nachhaltig zu schützen.

Die Aufgabe der gewässerschützenden Landbewirtschaftung besteht darin, die gültigen wasserrechtlichen Vorgaben und Gesetze einzuhalten. Quantitative und qualitative Beeinträchtigungen von Grund- und Oberflächengewässern, die auf landwirtschaftliche Flächennutzung zurückzuführen sind, sollen vermieden oder vermindert werden. Dies betrifft insbesondere die Vermeidung von Nähr- und Schadstoffeinträgen in Gewässer, um deren guten Zustand zu erreichen und zu erhalten.

Die Inhalte der guten fachlichen Praxis, die in der Landwirtschaft flächendeckend einzuhalten sind, werden durch europäisches und nationales landwirtschaftliches Fachrecht sowie das Bodenschutzrecht definiert. In belasteten Gebieten wird die freiwillige Umsetzung zusätzlicher wasserschutzrelevanter Maßnahmen durch Förderprogramme unterstützt.

Es bestehen spezifische Anforderungen aus dem Wasser- und Umweltrecht, die nicht durchgängig mit dem landwirtschaftlichen Fachrecht kompatibel sind. Daher ist neben dem Vollzug des Fachrechts die Kohärenz der verschiedenen Rechtsbereiche (Wasser, Umwelt und Landwirtschaft) sicherzustellen. Das Arbeitsblatt wurde von einem Projektkreis aus Fachleuten der Wasserwirtschaft und Landwirtschaft des DVGW/DWA-Technischen Komitees „Grundwasser und Ressourcenmanagement“ erarbeitet.

Das Dokument erscheint inhaltsgleich auch als DVGW-Arbeitsblatt W 104-1 und ersetzt das DVGW-Arbeitsblatt W 104:2004-10. Im DWA-Regelwerk gab es kein Vorgängerdokument. Das Arbeitsblatt richtet sich an Akteure der Wasser- und Landwirtschaft, darunter Wasserversorgungsunternehmen, Landwirte, Gartenbauer, Beratungsstellen und Behörden.

Gegenüber dem DVGW-Arbeitsblatt W 104:2004-10 wurden folgende Änderungen vorgenommen:

  • Vollständige Aktualisierung und Überarbeitung aller Abschnitte.
  • Zusätzliche Berücksichtigung des Energiepflanzenanbaus.
  • Umfassendere Darstellung gartenbaulicher Aspekte.

03.07.2019

Zurück