Biodiversität und Landwirtschaft im Fokus
Die Artenvielfalt auf landwirtschaftlich genutzten Flächen ist weiterhin rückläufig. Besonders betroffen sind Feldvögel und Insekten, deren Bestände überwiegend negative Entwicklungen zeigen.
Der NABU hat in seinem Grundsatzprogramm Offenland Lösungsansätze vorgestellt, um den Verlust von Arten und Ökosystemen in den offenen Landschaften Deutschlands zu stoppen und Zielkonflikte im Agrarsektor zu adressieren.
Das Programm skizziert ein Zielbild für die Landwirtschaft bis 2050. Es zeigt Wege auf, wie Biodiversität im Einklang mit der Landwirtschaft geschützt und erhalten werden kann. NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger betont die untrennbare Verbindung zwischen Lebensmittelproduktion sowie Natur- und Klimaschutz.
Damit Landwirtschaft eine Zukunft hat, braucht es bestäubende Insekten, humusreiche Böden und einen funktionierenden Landschaftswasserhaushalt. Das Grundsatzprogramm zeigt auf, wie mehr naturverträglicher Landbau funktionieren kann, wie Landwirtinnen und Landwirte dabei unterstützt werden können und wie sich Konflikte um Agrarflächen durch eine effizientere und zugleich naturverträglichere Bewirtschaftung auflösen lassen. Dabei wird deutlich: Landwirtschaftliche Betriebe, Ökosysteme und unsere Artenvielfalt können gleichermaßen gewinnen.
Um landwirtschaftliche Flächen klimaresilienter und langfristig produktiv zu gestalten, fordert der NABU mehr Raum für eine extensivere Landnutzung. Dazu gehören die Förderung des Ökolandbaus, breitere Fruchtfolgen, eine Reduktion von Pflanzenschutzmitteln und Düngerüberschüssen sowie eine erhöhte Strukturvielfalt und mehr Biodiversitätsflächen. Auch die Wiedervernässung von Moorböden wird als Maßnahme genannt.
Als weitere Konsequenzen werden eine stärkere Regionalität, eine Reduktion der Tierbestände und ein klima- und naturverträglicheres Konsumverhalten genannt.
