Beetpflanzen und Gehölze

Gut kombiniert: Harmonische Staudenpflanzungen

Die Wirkung von Pflanzen im Garten hängt stark von ihrer Kombination ab. Arno Panitz von der Gärtnerei Stauden Panitz erklärt, wie man durch die richtige Auswahl und Anordnung harmonische Staudenpflanzungen schafft, die den Garten beleben und pflegeleicht sind.

Grundlagen für eine gelungene Beetgestaltung

Die Gestaltung von Gärten ist ein fortlaufender Prozess, bei dem bestehende Pflanzen geteilt, umgesetzt oder neue hinzugefügt werden. Dabei zeigt sich, dass die Wirkung einer Pflanzenart stark von ihrer Kombination abhängt. Eine gelungene Zusammenstellung kann einen Garten beleben, während eine unpassende Anordnung als uninspiriert wahrgenommen wird.

Arno Panitz von der Gärtnerei Stauden Panitz erklärt, dass die Wirkung von Pflanzen im Garten mit der Gestaltung von Wohnräumen vergleichbar ist. Einzelne Elemente entfalten ihre volle Wirkung erst im Zusammenspiel. Für eine harmonische Pflanzung ist es entscheidend, dass die Pflanzen in Wechselwirkung zueinander treten.

Ein grundlegender Faktor für die Auswahl passender Stauden ist der Standort. Dazu gehören Lichtverhältnisse wie Sonne oder Schatten sowie die Beschaffenheit des Bodens, etwa trocken, feucht, nährstoffarm oder nährstoffreich. Stauden, die in ihrer natürlichen Umgebung ähnliche Bedingungen bevorzugen, harmonieren oft auch optisch gut miteinander. Sie gedeihen am besten und erfordern weniger Pflege, wenn ihre Standortansprüche im Garten berücksichtigt werden.

Am besten erst gucken, wie die Licht- und Bodenverhältnisse am zu bepflanzenden Platz sind, und dann die dazu passenden Stauden auswählen.

Im Gegensatz dazu erfordert eine klassische Staudenrabatte, wie sie beispielsweise aus Sissinghurst bekannt ist, einen höheren Pflegeaufwand. Hier werden Pflanzen primär nach gestalterischen Kriterien wie Wuchshöhe, Farbe und Blütezeit ausgewählt. Unabhängig vom Ansatz gelten jedoch bestimmte Prinzipien für eine ansprechende Beetgestaltung.

Natürlich müssen zum einen die Farben miteinander harmonieren. Mindestens genauso wichtig sind aber die Blatt- und Blütenform und die Struktur der Pflanzen im Ganzen. Erst durch Kontraste wird eine Pflanzung lebendig.

Es ist ratsam, nicht jede erworbene Pflanze sofort in das Beet zu integrieren. Gegebenenfalls kann eine Pflanze zunächst in einem Topf auf der Terrasse platziert werden. Die beste Wirkung in einem Beet wird erzielt, indem man sich auf einige Leitstauden konzentriert und diesen passende Begleitstauden zuordnet. Füllstauden sorgen für die optische Verbindung innerhalb der Pflanzung.

Leitstauden sind in der Regel die dominantesten Pflanzen im Beet. Begleitstauden, die meist niedriger wachsen, tragen zur Farbharmonie bei und können auch praktische Funktionen erfüllen, indem sie beispielsweise höhere Stauden stützen. Füllstauden fungieren als verbindendes Element und bilden den „grünen Faden“ der Pflanzung. Ein Beispiel für eine klassische Füllstaude für sonnige Standorte ist der Frauenmantel (Alchemilla), dessen graugrüne Blätter und gelbgrüne Blüten mit vielen Pflanzen harmonieren. Für halbschattige Bereiche eignen sich kleinere Purpurglöckchen (Heuchera), Immergrün (Vinca) oder die Dreiblättrige Waldsteinie (Waldsteinia ternata).

Eine gelungene Pflanzung zeichnet sich zudem durch ganzjährige Abwechslung aus. Der Staudenfachmann empfiehlt, Leitstauden mit unterschiedlichen Blütezeiten und dazu passende Begleitstauden auszuwählen. Diese Gruppen werden im Beet kombiniert, wobei frühblühende, in der Regel niedrigere Arten im vorderen Bereich angeordnet werden sollten. Dies ermöglicht den späteren Arten im Hintergrund eine ungestörte Entwicklung. Ergänzend sollten Zwiebelblumen für die Frühjahrsblüte über die gesamte Fläche verteilt werden. Pflanzen, die auch im Winter attraktiv sind, sei es durch immergrünes Laub oder durch ihre trockenen Blütenstände, sollten ebenfalls berücksichtigt werden.

06.03.2016

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