Be- und Entwässerung

BIM im Tiefbau: Hauraton setzt auf digitale Planung

Hauraton, Spezialist für Oberflächenentwässerung, integriert Building Information Modeling (BIM) fest in seine Unternehmensstrategie. Die digitalen Planungsmethoden optimieren Bauprozesse im Tiefbau und ermöglichen eine effizientere Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten.

Strategische Integration von BIM bei Hauraton

Das badische Unternehmen Hauraton, Spezialist für Oberflächenentwässerung, hat das Building Information Modeling (BIM) als festen Bestandteil seiner Unternehmensstrategie etabliert. Die bereits bestehenden Aktivitäten im Bereich BIM wurden strategisch zusammengeführt und erweitert.

BIM garantiert für nahezu alle Planungs- und Bauphasen mit unseren Produkten und Lösungen ein sehr hohes Optimierungspotential und ist daher aus unserer Arbeit nicht mehr wegzudenken. Mehr noch, wir möchten für jeden Partner das passende BIM-Angebot bereithalten oder maßschneidern.

Für Architekten, Ingenieure, Planer und Bauunternehmer können wir auf Grundlage digitaler dreidimensionaler Modelle sämtliche relevanten Informationen eines Bauprojekts erfassen und austauschen, vor allem aber auch Szenarien und Kontexte entwickeln, berechnen und diskutieren. Diese komplexen Möglichkeiten haben wir für die operative Umsetzung in sinnvolle Abläufe und Routinen gebracht und feilen diese anhand von neuen Projekterfahrungen und stetiger digitaler Entwicklung täglich weiter aus.

Alicia Kraft, Architektin und BIM-Verantwortliche bei Hauraton

Digitalisierung im Tiefbau

Digitalisierte Bauprozesse bieten auch im Tiefbau Vorteile. Die vernetzten Methoden zur Planung, Realisierung und zum Betrieb von Bauprojekten ermöglichen eine optimierte Kooperation zwischen allen Projektbeteiligten und Gewerken. Dies führt zu exakteren Kalkulationen von Aufwand und Kosten sowie einer straffen Abwicklung. Die digitale Dokumentation ist in der Projektierung enthalten, und notwendige Änderungen können schneller kommuniziert werden.

Ein zentrales Element von BIM im Tiefbau ist ein digitales 3D-Modell der unterirdischen Infrastruktur. Dieses Modell bildet technische Zeichnungen und relevante Daten zu Geometrie, Bauteileigenschaften, Zeitplanung und Kosten ab.

An derartigen Projekten ist zumeist eine Vielzahl von Beteiligten aus unterschiedlichen Fachdisziplinen beteiligt und so wird schnell ein relativ hoher Komplexitätsgrad in Abstimmung und Datenaustausch erreicht. Ein BIM-Modell hilft, diesen Komplexitätsgrad zu verringern und allen Beteiligten den Austausch von Details zu erleichtern. Entscheidungen können zügiger herbeigeführt und auf eine breite Faktenbasis gestellt werden.
Alicia Kraft

Zusammenarbeit und Bauteilmanagement

Hauraton bietet eine frühzeitige Projektzusammenarbeit an, die mit einer individuellen Planungskonzeption beginnt und den gesamten Bauprozess bis zum Betrieb eines Entwässerungssystems begleitet. Die Mitarbeiter im Projektmanagement sind speziell für BIM geschult.

Für die Implementierung und strategische Ausrichtung der BIM-Prozesse sowie die Erstellung von Bauteilbibliotheken kooperiert Hauraton mit dem BIM-Spezialisten Vrame consult.

Hauraton stellt seine Produkte als Autodesk Revit-Familien für BIM zur Verfügung. Planer können diese Objekte direkt in ein BIM-Modell integrieren. Je nach Planungsphase stehen BIM-Objekte in zwei Detaillierungsstufen (Level of Development – LOD) bereit.

Uns ist es in erster Linie wichtig, nicht nur Content bereitzustellen, sondern – aufgrund der großen Kombinationsvielfalt unserer Produkte – die Planer bestmöglich in ihrer individuellen Planung zu unterstützen und die Projekte in enger Zusammenarbeit mit ihnen abzuwickeln. Denn nur so kann man den spezifischen Kundenansprüchen gerecht werden.
Alicia Kraft

Detaillierungsgrade für unterschiedliche Zwecke

Die Planervariante der Dateien ist in frühen Leistungsphasen auf eine geringe Dateigröße optimiert, um schnelle Ladezeiten zu gewährleisten. Sie dient als grafisch-konzeptionelles Modell mit einem geringen Detaillierungsgrad der Zeichnungen (Level of Geometry – LOG), bietet jedoch alle geometrischen (LOD 100-300) und nicht-geometrischen Informationen (LOD 100-500) zum Bauteil. Daten für den Einbau, wie die Entwässerungsfläche, der Volumenstrom sowie der Raum für Aushub, Einbau und Wartung, sind berücksichtigt. Diese Variante enthält zudem relevante Informationen für den gesamten Lebenszyklus des Projekts und ermöglicht die Auswahl zwischen „produktneutral“ und „herstellerspezifisch“.

In späteren Planungsphasen unterstützt ein höherer Detaillierungsgrad die Produktauswahl. Diese umfangreicheren Daten werden in Teilbereichen des BIM-Modells betrachtet und dienen der Simulation und für Renderings. Im hohen LOD können Dateien für die exakte Visualisierung genutzt werden.

Die Visualisierungsvariante stellt eine As-built-Darstellung der Bauteile dar, die alle Informationen bis LOD 500 enthält. Dieser Informationsgehalt ist auch für die Bewirtschaftung des Objekts geeignet. Parameter wie Entwässerungsfläche und benötigter Raum für Einbau und Wartung sind einstellbar.

Wir haben uns bewusst gegen die Bereitstellung des Contents auf Online-Bibliotheken entschieden, da die Konsistenz der Daten hier nicht gewährleistet ist. Nutzer laufen somit Gefahr, alte Daten für neue Projekte zu verwenden. Dagegen besteht der Vorteil für unsere Kunden darin, beste Beratung in Bezug auf Anwendungsgebiet, hydraulische Dimensionierung und integrierte BIM-Planung als maßgeschneiderten Support aus einer Hand zu erhalten. Für unsere Kunden bedeutet das echten Gewinn dank Zeit- und Kostenersparnis für das gesamte Projekt.
Alicia Kraft

03.12.2019

Zurück