Havelregion erhält Zuschlag für Bundesgartenschau 2015

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Die Havelregion wird Ausrichter der Bundesgartenschau (BUGA) im Jahr 2015. Fünf Städte in zwei Bundesländern veranstalten die BUGA gemeinsam, ein Novum in der über 50-jährigen Geschichte der Bundesgartenschauen.

Havelregion setzt sich gegen starke Konkurrenz durch

Die Havelregion wird Ausrichter der Bundesgartenschau (BUGA) im Jahr 2015. Diese Entscheidung gab Hanns-Jürgen Redeker, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Deutschen Bundesgartenschaugesellschaft (DBG), zum Abschluss des zweitägigen Forums „Perspektiven in Grün“ bekannt.

Nachdem Bochum seine Bewerbung für die Bundesgartenschau 2015 zurückgezogen hatte, verblieben Karlsruhe und die Havelregion als Kandidaten. Beide Bewerber präsentierten unterschiedliche, aber interessante Konzepte für die alle zwei Jahre stattfindende Gartenschau. Die Bewerbung der Havelregion erhielt erst Anfang November die politische Unterstützung der brandenburgischen Landesregierung durch Ministerpräsident Platzeck. Diese anfänglichen Schwierigkeiten beeinträchtigten die Chancen der fünf Havelgemeinden jedoch nicht.

Ein neues Kapitel in der BUGA-Geschichte

Das Gremium, das über die Vergabe einer Bundesgartenschau entscheidet, setzt sich aus Vertretern des Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG), des Bundesverband GaLaBau e.V. (BGL) und des Bund deutscher Baumschulen (BdB) zusammen. Mit der BUGA 2015 in der Havelregion wird erstmalig in der über 50-jährigen Geschichte der Bundesgartenschauen ein neues Konzept umgesetzt: Fünf Städte in zwei Bundesländern veranstalten die BUGA gemeinsam.

Unter dem Motto „Von Dom zu Dom – Das blaue Band der Sympathie“ soll sich die Gartenschau entlang der Havel erstrecken. Sie beginnt in der Stadt Brandenburg und führt über die Gemeinden Rathenow, Premnitz und Rhinow bis in die Bischofsstadt Havelberg. Eine logistische Herausforderung stellt der Transport der Besucher auf der siebzig Kilometer langen BUGA-Strecke dar. Das Konzept der Havelregion konnte das DBG-Gremium jedoch überzeugen, dass die fünf Kommunen diese Aufgabe bewältigen werden.

Konzept und Investitionen

Die Erfahrungen der Bundesgartenschau in Gera und Ronneburg können den Havelländern als Referenz dienen. Ein Novum der BUGA 2015 ist nicht nur die flächenmäßige Ausdehnung. Die fünf Kommunen planen eine Gartenschau, die ohne den Bau teurer Stadtparks und aufwendiger Hallen auskommt. Stattdessen sollen vorhandene Stärken genutzt und bestehende, teils historische, Gebäude einbezogen werden. Die Bewerberkommunen beziffern die Investitionskosten für die BUGA 2015 auf rund 60 Millionen Euro.

Weitere Informationen:

Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH (DBG)

Meiberth

Dürenstraße 44
53173 Bonn
Deutschland

Tel.: +49 228 53980-0
Fax: +49 228 53980-9

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