Naturschutz

Zeit für den Endspurt nach Paris

Nach den Klimaverhandlungen in Bonn haben sich die Staaten auf einen Verhandlungstext für den bevorstehenden Klimagipfel in Paris geeinigt. Dieser Text dient als Grundlage für eine mögliche Einigung, ist jedoch noch umfangreich und komplex.

Grundlage für ein Klimaabkommen in Paris

Das Signal der Staatengemeinschaft ist klar: Wir wollen in Paris ein Abkommen erreichen und wir haben nun eine gemeinsame Grundlage dafür. Damit übernehmen wir auch gemeinsam Verantwortung für den Text. Klar ist, dass wir noch sehr viel Arbeit vor uns haben, bevor der Text einigungsfähig ist.

Dies erklärte Bundesumweltministerin Hendricks, die am Ökumenischen Pilgerweg für Klimagerechtigkeit teilnahm. Bislang haben über 150 Staaten, die für mehr als 90 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich sind, ihre geplanten Beiträge für das neue Klimaschutzabkommen eingereicht.

Dies ist eine bisher einmalige Menge konkreter Klimaschutzbeiträge der Weltgemeinschaft. Damit ist eine Basis geschaffen, in Paris ein umfassendes Klimaabkommen mit Beiträgen aller Staaten zu beschließen.

Hendricks betonte die Notwendigkeit einer Transformation hin zu einer klimaverträglichen Weltwirtschaft, die auf fossile Energien verzichtet und widerstandsfähig gegenüber Klimaveränderungen ist. Aktuelle Studien zeigen, dass die vorgelegten Beiträge zwar zu einer Reduzierung der Emissionen führen werden, jedoch nicht ausreichen, um die 2-Grad-Obergrenze einzuhalten.

Ambitionsmechanismus und weitere Schritte zum Klimaschutz

Deutschland setzt sich daher für die Einführung eines Ambitionsmechanismus in das neue Klimaschutzabkommen ein. Dieser Mechanismus würde vorschreiben, dass Staaten alle fünf Jahre überprüfen, welche zusätzlichen Beiträge sie leisten können. Diese Idee fand in Bonn breite Unterstützung unter den Staaten.

Vor dem Klimagipfel in Paris findet vom 8. bis 10. November 2015 die sogenannte „Pre-COP“ statt. Dort werden etwa 80 Staaten auf politischer Ebene Einigungsmöglichkeiten auf Basis des Bonner Textes erörtern. Diese Veranstaltung wird von der künftigen französischen Präsidentschaft ausgerichtet.

Die Klimakonferenz in Paris beginnt am 30. November mit einer Sitzung der Staats- und Regierungschefs.

24.10.2015

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