Logistische Meisterleistungen bei internationalen Rasenlieferungen
Die Firma Büchner Fertigrasen aus Alsbach-Hähnlein, Landkreis Bergstraße, ist auf die Lieferung, Verlegung und Pflege von Fertigrasen spezialisiert. Das Unternehmen hat sich deutschlandweit etabliert und liefert Rollrasen unter anderem an Stadien der Fußball-Bundesliga. Auch bei der Fußball-EM in Österreich und der Schweiz sowie der WM 2006 kam Rasen aus hessischer Produktion zum Einsatz.
Internationale Projekte stellen für das Unternehmen eine besondere Herausforderung dar. Thomas Büchner, Präsidiumsmitglied im Fachverband GaLaBau Hessen-Thüringen e.V. (FGL), betont die Notwendigkeit einer präzisen und zuverlässigen Logistik.
Auslandsprojekte sind immer eine Ausnahme von der Regel, denn Fertigrasen in die Ferne zu liefern, braucht eine entsprechende Logistik, die verlässlich ist und auf den Punkt funktioniert. Schließlich lebt der Rasen und ist empfindlich. Er kann nicht wie ein Teppich für Wochen einfach weggelegt werden.
Anfragen aus Usbekistan und Litauen führten zu solchen Auslandsprojekten. In Litauen sollte ein Stadion mit frischem Grün ausgestattet werden, während in Usbekistan Rollrasen für die Außenanlagen eines Neubaus nahe eines städtischen Kongresszentrums benötigt wurde.
Herausforderungen bei Lieferung und Verlegung im Ausland
Büchner Fertigrasen agierte in beiden Fällen als Lieferant und stellte Maschinen zur Verfügung. Die Verlegung des Rasens erfolgte in Litauen durch eine lokale Gartenbaufirma und in Usbekistan durch Hilfskräfte vor Ort. Die Lieferung von 20.000 Quadratmetern Rollrasen nach Taschkent in Usbekistan war ein ungewöhnlicher Auftrag.
Die Abwicklung der Aufträge wurde durch die Russischkenntnisse von Olga Büchner, der Ehefrau von Thomas Büchner, erheblich erleichtert und beschleunigt.
Ohne die Sprachkenntnisse meiner Frau wären wir bei diesem Auftrag aufgeschmissen gewesen.
Die Logistik stellte eine weitere Herausforderung dar. Für den Transport nach Taschkent fielen hohe Frachtkosten pro Maschine an, was eine schnelle und pünktliche Beladung der Flugzeuge in Frankfurt-Hahn erforderte. Eine spontane Nachbestellung aus Usbekistan führte zu einem engen Zeitplan.
Auch der Transport nach Litauen barg Besonderheiten. Um Kosten zu sparen, wurde der Rollrasen ohne Kühlung transportiert. Trotz der Temperaturen erreichte der Rasen das Alytus Stadion unbeschädigt.
