Baustoffe & Materialien, Gartengestaltung

Holz als nachhaltiger Werkstoff im Garten- und Landschaftsbau und darüber hinaus

Holz ist ein nachhaltiger und flexibler Werkstoff, der im Garten- und Landschaftsbau sowie im Haus- und Möbelbau vielfältige Vorteile bietet. Seine Nutzung trägt zur CO2-Bindung bei und schafft Arbeitsplätze.

Vorteile von Holz als nachhaltiger Baustoff

Nachhaltigkeit gewinnt in der heutigen Zeit zunehmend an Bedeutung, da die Ressourcen der Wälder begrenzt sind. Holz bleibt ein zentraler Werkstoff, dessen Nutzung ethischen Kriterien folgen sollte, um die Vorteile des Materials voll ausschöpfen zu können. Eine Verbindung von intelligenten und nachhaltigen Holzprodukten ermöglicht dabei ein hohes Maß an Komfort.

Holz ist ein flexibel einsetzbarer Rohstoff, der sowohl im Haus- als auch im Möbelbau Vorteile für die Umwelt bietet. Es bereichert den Lebensraum des Menschen, da es „atmet“, „arbeitet“ und CO2 binden kann. Aus diesem Grund sind Holzhäuser nicht nur im Garten- und Landschaftsbau beliebt, sondern werden vermehrt auch als Wohnhäuser errichtet. Skandinavische Länder wie Schweden und Dänemark zeigen dies beispielhaft mit robusten Blockhütten, die als Lebensraum für Familien dienen.

Entgegen der Annahme, Holz sei starr und unflexibel, ermöglicht es in der Möbelproduktion vielfältige Designs, wie drehbare Esszimmerstühle belegen. Auch im Hausbau erlaubt Holz innovative und flexible Konstruktionen. Ein wesentlicher Vorteil von Holz ist seine Wiederverwendbarkeit und Rückbaubarkeit. Während der Abriss von Massivbauten oft aufwendig und gefährlich ist, lassen sich Holzhäuser einfacher demontieren. Das Material kann anschließend weitergenutzt werden, beispielsweise als Brennholz.

Die Nachhaltigkeit von Holz ist für die zukünftige Existenz von hoher Relevanz, da es ein nachwachsender Rohstoff ist. Holzbauten verlängern den Kohlenstoffspeicher des Waldes; ein Kubikmeter Holz kann eine Tonne CO2 binden. Für jeden gefällten und genutzten Baum können neue Bäume gepflanzt werden, die aktiv zur CO2-Bindung beitragen. Im Gegensatz dazu sind Beton und Stahl in der Herstellung aufwendig und verursachen CO2-Emissionen, während ihre Rohstoffe zunehmend knapper werden.

Holz wächst kontinuierlich nach. In einem Wald entsteht pro Sekunde ein Kubikmeter neues Holz. Das Prinzip der Nachhaltigkeit im Holzbau wird seit über 300 Jahren praktiziert. Theoretisch würde bereits ein Drittel des jährlichen Holzzuwachses ausreichen, um ein Jahr lang in Holz bauen zu können. Die Nutzung von Holz als Baustoff verlängert die Wertschöpfungskette im Vergleich zur direkten Verfeuerung.

Am Beispiel Österreichs wird deutlich, dass die Holzwirtschaft Arbeitsplätze schafft. Rund 300.000 Menschen sind dort in der Arbeit mit Wäldern und Holz tätig. Die Holzwirtschaft ist in vielen Ländern ein wichtiger Arbeitgeber, insbesondere in ländlichen Regionen, wo sie Arbeitsplätze für ganze Familien sichert.

10.05.2022

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