Neues Artenschutzprojekt in Bayerns Schlossgärten

Park- und Aussenanlagen

In den Schlossparks Nymphenburg, Rosenau und der Eremitage Bayreuth startet ein neues Artenschutzprojekt. Erstmals werden Tier- und Pflanzenarten systematisch erfasst, um Pflege und Biodiversität gezielt zu verbessern.

Systematische Erfassung von Tier- und Pflanzenarten in historischen Parkanlagen

Das bayerische Umwelt- und Finanzministerium haben ein gemeinsames Artenschutzprojekt in historischen Schlossanlagen gestartet. In den Parks von Schloss Nymphenburg in München, Schloss Rosenau bei Coburg sowie in der Eremitage Bayreuth werden heimische Tier- und Pflanzenarten erstmals systematisch erfasst. Ziel ist es, die Biodiversität langfristig zu sichern und Pflegemaßnahmen noch gezielter auszurichten.

Die Vorstellung des Projekts erfolgte im Schlosspark Nymphenburg. Die Koordination übernehmen die Regierungen von Oberbayern und Oberfranken. Die Gesamtkosten belaufen sich voraussichtlich auf rund 200.000 Euro.

Die Bayerische Schlösserverwaltung ist ein wahrhaft königlicher Partner im Kampf gegen den Artenschwund. Genaue Kenntnis ist der erste Schritt auf dem Weg zum Schutz der Artenvielfalt. Unser Projekt in den Grünanlagen der Schlösser ist ein wichtiges Puzzlestück für den Artenschutz in ganz Bayern. Im neuen Bayerischen Artenschutzzentrum in Augsburg werden Spezialisten auf höchstem Niveau eine flächendeckende ökologische Firewall hochziehen.

Die historischen Parkanlagen gelten als wertvolle Rückzugsräume für zahlreiche bedrohte Arten. Über Jahrhunderte hinweg sind durch kontinuierliche und behutsame Pflege vielfältige Biotope entstanden.

In den Parks und Gärten der bayerischen Schlösser sind durch die behutsame und kontinuierliche Pflege über Jahrhunderte wertvollste Biotope entstanden. Hier hat eine Fülle von bedrohten Tier- und Pflanzenarten einen Rückzugsraum gefunden, den es zu bewahren gilt. Es handelt sich um ein Paradebeispiel für einen gelungenen Einklang von Natur- und Denkmalschutz durch unsere Schlösserverwaltung.

Artenvielfalt systematisch erfassen

Das Artenspektrum reicht vom Sonnenröschen in den Kalkmagerrasenflächen des Schlossparks Nymphenburg bis zum Eremitenkäfer in der Eremitage Bayreuth. Durch die systematische Bestandsaufnahme sollen ökologische Zusammenhänge und Auswirkungen von Pflegeeingriffen genauer analysiert werden.

Die gewonnenen Daten ermöglichen es, naturschutzfachliche Anforderungen künftig noch stärker in die Pflege der historischen Anlagen einzubinden. Für den Garten- & Landschaftsbau liefern die Erkenntnisse wichtige Impulse für den Umgang mit sensiblen Grünflächen im Spannungsfeld von Denkmalschutz und Biodiversität.

Schlösserverwaltung mit besonderer Verantwortung

Die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen. Sie betreut zahlreiche historische Bauwerke sowie weitläufige Park- und Gartenanlagen. In den Außenanlagen liegen insgesamt 14 FFH-Gebiete oder sie sind als bedeutende Teilräume integriert.

Mit dem neuen Projekt wird der Artenschutz in den historischen Grünanlagen auf eine systematische Grundlage gestellt. Damit sollen die gewachsenen Biotope langfristig erhalten und die biologische Vielfalt in Bayern weiter gestärkt werden.

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