Wirtschaftsbarometer Sportstättenbau: Ergebnisse und Auswirkungen
Das aktuelle Wirtschaftsbarometer Sportstättenbau der IAKS Deutschland, basierend auf der dritten Erhebung im Februar 2021, zeichnet ein weiterhin negatives Bild der Branchenlage. Die Umfrage beleuchtet die wirtschaftliche Situation des Sportstättenbaus unter den Bedingungen der COVID-19-Pandemie.
Demnach mussten 41 Prozent der befragten Branchenvertreter Kurzarbeit anmelden oder Personal entlassen. Die Mehrheit der Befragten bewertet die gegenwärtige Geschäftslage als „befriedigend“, „schlecht“ oder „sehr schlecht“. 61 Prozent der Teilnehmer erwarten, dass sich diese Geschäftslage in den kommenden sechs Monaten nicht verbessern wird.
Zusätzlich prognostiziert die Mehrheit der befragten Kommunen einen Rückgang ihrer Haushaltsbudgets im Jahr 2022. Dies könnte die Situation für privatwirtschaftliche Akteure im Sportstättenbau weiter verschärfen.
Forderungen an Politik und Kommunen zur Verbesserung der Lage
Angesichts dieser Ergebnisse formuliert die IAKS Deutschland dringende Forderungen an die Bundespolitik und die Kommunen:
- Bund und Länder sollen sich an Betriebsdefiziten beteiligen.
- Verteilungskämpfe dürfen nicht zulasten öffentlicher Bewegungsräume gehen.
- Kommunen sollen durch einen geringeren Eigenanteil zu mehr Sportstättenförderung motiviert werden.
- Ausschreibungen für Sportstättenprojekte müssen zügiger und unkomplizierter auf den Markt gebracht werden.
- Investitionen auf kommunaler Ebene dürfen nicht zurückgehalten oder aufgeschoben werden.
- Fördermittel müssen von den Kommunen entschlossen abgerufen und Projekte schnell umgesetzt werden.
Der Sport ist ein zentraler Bestandteil der Gesundheitsförderung und muss insbesondere in Pandemiezeiten in den Fokus gerückt werden. Es darf nicht an der Förderung adäquater Sportstätten gespart werden.
Dies betont Prof. Dr. Robin Kähler, Vorstandsvorsitzender der IAKS Deutschland.