Herausforderungen und bestehende Regulierungen für Waldeigentümer
Waldeigentümer sehen sich bereits mit einer Vielzahl gesetzlicher Vorgaben konfrontiert, die den Waldbau und die Pflege der Wälder regeln. Zusätzliche Reglementierungen werden als unnötig erachtet, wie Dr. Irene Seling, Hauptgeschäftsführerin der AGDW – Die Waldeigentümer, anlässlich des 14. Deutschen Naturschutzrechtstages betonte. Dort wurde unter dem Motto „Die Biodiversität des Waldes und ihre rechtliche Sicherung“ auch über eine mögliche „Ökologiepflichtigkeit des Eigentums“ diskutiert.
Das bestehende Regelwerk der Landeswaldgesetze setzt bereits einen strengen waldbaulichen Rahmen. Hinzu kommen Bedingungen, die an finanzielle Hilfen geknüpft sind. Dies betrifft sowohl Mittel aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) als auch aus dem Corona-Konjunkturprogramm. Ein Beispiel hierfür ist die Nachhaltigkeitsprämie, deren Erhalt an eine Zertifizierung durch PEFC und FSC gebunden ist.
Die Waldeigentümer engagieren sich seit Jahrzehnten aktiv im Waldumbau. Ihr Handeln ist dabei von einer großen Expertise und dem Gefühl der Verpflichtung gegenüber dem Erhalt und der Biodiversität des Waldökosystems geprägt. Aktuell bestehen über 70 Prozent der Wälder aus Mischwäldern und reinen Laubwäldern. Für die nächste Waldgeneration wird ein Anstieg auf 90 Prozent prognostiziert.
Die positiven Auswirkungen dieser Entwicklung werden durch verschiedene Studien belegt. Das jüngste Vogelmonitoring des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) beispielsweise konstatiert eine positive Entwicklung der Vogelarten im Wald. Dr. Seling hob hervor:
Dies ist das Ergebnis der nachhaltigen Forstwirtschaft, die der Biodiversität in den Wäldern dient.