Aktuelle Entwicklung der Preiserwartungen in verschiedenen Branchen
Im Hinblick auf das Weihnachtsgeschäft plant der Spielwarenhandel (94,4 Punkte) deutlich häufiger Preiserhöhungen als im Vormonat (75,4 Punkte). Auch der Lebensmitteleinzelhandel (95,1 Punkte), der Schreibwarenhandel (96,1 Punkte) sowie Drogerien (92,4 Punkte) und Bekleidungshersteller (91,9 Punkte) beabsichtigen besonders oft, ihre Preise anzuheben.
Demgegenüber plant die Gastronomie (58,2 Punkte nach 80,5 Punkte) seltener höhere Preise. Auch der Einzelhandel mit Fahrrädern (64,5 Punkte nach 81,9 Punkte), Textilhersteller (36,0 Punkte nach 50,3 Punkte) und Hersteller von Druckerzeugnissen (47,4 Punkte nach 60,0 Punkte) wollen ihre Preise weniger häufig anheben.
Das Papiergewerbe (minus 10,7 Punkte nach 26,0 Punkte) rechnet sogar mit sinkenden Verkaufspreisen. Der Handel insgesamt plant weniger Anhebungen, der Index liegt hier bei 50,6 Punkten nach 62,4 Punkten im Vormonat. Auch im Verarbeitenden Gewerbe fielen die Preiserwartungen von 56,9 Punkten auf 53,7 Punkte.
Bei Dienstleistern und im Baugewerbe ist ebenfalls eine geringere Absicht zur Preiserhöhung festzustellen. Der Index sank bei Dienstleistern von 47,0 Punkten auf 41,4 Punkte und im Baugewerbe von 43,1 Punkten auf 39,0 Punkte.
Methodik der ifo Preiserwartungen
Die Punkte bei den ifo Preiserwartungen geben den prozentualen Saldo der Unternehmen an, die ihre Preise erhöhen wollen. Dieser Saldo ergibt sich aus der Differenz zwischen dem prozentualen Anteil der Unternehmen, die Preisanhebungen planen, und dem prozentualen Anteil derer, die Preissenkungen beabsichtigen. Ein Saldo von plus 100 Punkten würde bedeuten, dass alle befragten Unternehmen ihre Preise erhöhen wollen, während ein Saldo von minus 100 Punkten anzeigen würde, dass alle Unternehmen Preissenkungen planen. Der Saldo wird saisonbereinigt ermittelt. Das ifo Institut erfragt nicht die Höhe der geplanten Preisänderungen.


