Details zur Entwicklung der Importpreise nach Warengruppen
Der Rückgang der Importpreise im Mai 2024 gegenüber dem Vorjahr ist maßgeblich auf niedrigere Preise für Vorleistungsgüter zurückzuführen. Diese verbilligten sich um 2,6 %. Besonders betroffen waren hier Stärke und Stärkeerzeugnisse (-30,7 %), Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (-10,1 %), Papier und Pappe (-8,1 %), Akkus und Batterien (-7,5 %) sowie Kunststoffe in Primärformen (-6,9 %). Im Vergleich zum Vormonat April 2024 stiegen die Preise für Vorleistungsgüter jedoch um 0,5 %.
Die Energieeinfuhren waren im Mai 2024 nahezu preisstabil gegenüber dem Vorjahr (-0,1 %), verbilligten sich aber um 0,7 % gegenüber April 2024. Der größte Einfluss auf die Jahresveränderungsrate bei Energie kam vom Erdgas, dessen Preise 10,8 % unter dem Niveau von Mai 2023 lagen. Im Vormonatsvergleich verteuerte sich Erdgas jedoch um 8,7 %.
Deutlich günstiger als im Vorjahresmonat waren auch elektrischer Strom (-18,2 %) und Steinkohle (-12,6 %). Während Steinkohle auch im Vormonatsvergleich billiger wurde (-4,6 %), stieg der Preis für elektrischen Strom um 7,1 % gegenüber April 2024. Teurer als im Mai 2023 waren Erdöl (+11,0 %) und Mineralölerzeugnisse (+7,3 %), die sich jedoch beide gegenüber April 2024 um 5,1 % verbilligten.
Ohne Berücksichtigung der Energiepreise sanken die Importpreise im Mai 2024 ebenfalls um 0,4 % gegenüber dem Vorjahr, stiegen aber um 0,1 % gegenüber April 2024. Werden lediglich Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Acht gelassen, lag der Importpreisindex 1,1 % unter dem Vorjahresniveau (+0,3 % gegenüber April 2024).
Die Preise für importierte landwirtschaftliche Güter stiegen im Mai 2024 um 5,8 % gegenüber dem Vorjahr (+0,2 % gegenüber April 2024). Rohkakao war 171,2 % teurer als vor einem Jahr, verzeichnete aber den ersten monatlichen Preisrückgang seit Januar 2023 (-8,4 % gegenüber April 2024). Rohkaffee war 7,6 % teurer als im Mai 2023, sank aber ebenfalls im Vormonatsvergleich (-1,9 %). Günstiger als vor einem Jahr waren Tomaten (-21,4 %) und Getreide (-5,7 %).
Die Preise für Konsumgüter stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,3 % (-0,1 % gegenüber April 2024). Verbrauchsgüter verteuerten sich um 1,6 %, Gebrauchsgüter um 0,4 %. Bei Verbrauchsgütern war insbesondere Kakaobutter, Kakaofett und Kakaoöl mit einem Plus von 196,2 % gegenüber Mai 2023 deutlich teurer (+0,5 % gegenüber April 2024). Die Preise für Investitionsgüter lagen 0,2 % höher als im Vorjahr, sanken aber geringfügig gegenüber April 2024 (-0,1 %).
Entwicklung der Exportpreise nach Warengruppen im Detail
Auch bei den Exporten beeinflusste der Preisrückgang bei Vorleistungsgütern die Entwicklung. Exportierte Vorleistungsgüter verbilligten sich um 1,5 % gegenüber Mai 2023 (+0,2 % gegenüber April 2024). Dies betraf insbesondere Düngemittel und Stickstoffverbindungen (-25,6 %), Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (-8,9 %), Papier und Pappe (-6,6 %) sowie Kunststoffe in Primärformen (-4,3 %).
Die Preise für Energieexporte lagen im Mai 2024 um 12,1 % unter dem Vorjahresniveau (+0,5 % gegenüber April 2024). Der Rückgang ist hier vor allem auf die um 29,0 % gesunkenen Erdgaspreise zurückzuführen. Im Vormonatsvergleich verteuerte sich Erdgas jedoch um 8,6 %. Mineralölerzeugnisse kosteten dagegen 6,6 % mehr als vor einem Jahr, wurden aber gegenüber April 2024 um 5,1 % billiger.
Die Preise für den Export landwirtschaftlicher Güter lagen um 0,3 % unter denen des Vorjahres, stiegen aber um 3,5 % gegenüber April 2024. Investitionsgüter wurden zu 1,8 % höheren Preisen als im Vorjahr exportiert. Auch die Preise für exportierte Konsumgüter lagen über dem Vorjahresniveau (+1,7 %).
