Preisentwicklung bei Waren im Detail
Die Preise für Waren insgesamt erhöhten sich von Juni 2020 bis Juni 2021 um 3,1 Prozent. Dabei verteuerte sich Energie binnen Jahresfrist um 9,4 Prozent, nach 10,0 Prozent im Mai 2021. Diese Entwicklung wurde durch den aktuellen Anstieg der Energiepreise sowie temporäre Sondereffekte beeinflusst. Dazu zählen die zu Jahresbeginn eingeführte CO2-Abgabe und die niedrigen Energiepreise des Vorjahres, die einen Basiseffekt bewirkten. Besonders betroffen waren Heizöl mit einem Anstieg von 42,5 Prozent und Kraftstoffe mit 23,5 Prozent. Die Strompreise blieben hingegen unverändert.
Nahrungsmittel verteuerten sich im Juni 2021 gegenüber dem Vorjahresmonat unterdurchschnittlich um 1,2 Prozent, nach 1,5 Prozent im Mai 2021. Frisches Gemüse war mit einem Rückgang von 2,3 Prozent günstiger als im Vorjahr. Die meisten Nahrungsmittelgruppen zeigten moderate Preisanstiege, beispielsweise Fleisch und Fleischwaren mit 0,6 Prozent. Merklich teurer wurden Speisefette und Speiseöle mit 5,6 Prozent.
Weitere Preisanstiege bei Waren gab es bei Bekleidungsartikeln (+3,6 Prozent) und Fahrzeugen (+3,1 Prozent). Mobiltelefone wurden hingegen günstiger (-5,8 Prozent).
Inflationsrate ohne Energie und Dienstleistungen
Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Inflationsrate im Juni 2021 bei 1,6 Prozent gelegen. Ohne Heizöl und Kraftstoffe betrug sie sogar nur 1,5 Prozent, was den starken Einfluss der Energiepreise verdeutlicht.
Die Preise für Dienstleistungen insgesamt stiegen im Juni 2021 um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Nettokaltmieten, die einen großen Anteil an den Konsumausgaben privater Haushalte haben, verteuerten sich um 1,4 Prozent. Anstiege gab es auch bei Entgelten für Glücksspiele (+15,1 Prozent), Preisen für Leistungen sozialer Einrichtungen (+5,5 Prozent) sowie Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (+3,7 Prozent). Günstiger wurden Bahntickets (-3,4 Prozent) und Telekommunikationsdienstleistungen (-1,1 Prozent).
Veränderungen gegenüber dem Vormonat
Im Vergleich zum Mai 2021 stieg der Verbraucherpreisindex im Juni 2021 um 0,4 Prozent. Die Preise für Energieprodukte erhöhten sich um 0,8 Prozent, wobei Heizöl (+3,3 Prozent) und Kraftstoffe (+1,7 Prozent) besonders betroffen waren. Die Preise für Nahrungsmittel gingen hingegen leicht zurück (-0,4 Prozent), insbesondere für frisches Gemüse (-5,4 Prozent).
