Hintergrund und Risiken mangelhafter Ladungssicherung
Mangelhafte Ladungssicherung stellt eine häufige Ursache für Verkehrsunfälle dar. Um die Bedeutung und die Umsetzbarkeit sicherer Transporte hervorzuheben, haben sich Fahrzeughersteller und Ausrüster mit unabhängigen Fachleuten zusammengeschlossen. Ziel dieser Kooperation ist die Produktion von Informationsvideos zum Thema „Sicher transportieren“.
Statistiken zeigen, dass mangelhafte Ladungssicherung nach übermäßigem Alkoholkonsum und unzureichender Kindersicherung das dritthäufigste Vormerkdelikt im Straßenverkehr ist. Seit Juli 2005 wurden allein in Österreich 10.000 Verstöße in diesem Bereich registriert. Ungesicherte Gegenstände können bei Anfahr-, Bremsvorgängen und Kurvenfahrten zu gefährlichen Geschossen werden. Bei Auffahrunfällen verstärkt sich diese Gefahr erheblich: Bereits bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h wirkt das Ladegut mit dem 50-fachen seines Eigengewichts auf das Fahrzeug ein.
Auch schwere Ladungen können bei unzureichender oder fehlender Sicherung verrutschen. Der Gesetzgeber hat die mangelhafte Ladungssicherung im Juli 2005 als Vormerkdelikt eingestuft, um Berufskraftfahrer für die Ernsthaftigkeit des Themas zu sensibilisieren. Wiederholte Verstöße können zum Führerscheinentzug sowie zu hohen Geldstrafen für Fahrer und Unternehmen führen. Eine Zwischenbilanz aus dem Jahr 2008 deutet jedoch darauf hin, dass viele Fahrer und Unternehmen die Ladungssicherung weiterhin nicht ausreichend ernst nehmen oder unzureichend informiert sind.
16 Tipps für mehr Sicherheit
Zur Steigerung der Sicherheit im Gütertransport auf Österreichs Straßen wurde die Informationskampagne „sicher-transportieren“ ins Leben gerufen. Beteiligt sind führende Fahrzeughersteller wie Fiat, IVECO und Humer-Anhänger, Fahrzeugausrüster wie Sortimo und LogicLine, der Handwerksausrüster Berner sowie der Fuhrparkmanager Leaseplan. Experten der AUVA, des ÖAMTC und des Kuratoriums für Verkehrssicherheit unterstützen die Initiative.
Die Kampagne umfasst 16 Kurzfilme, die demonstrieren, wie Ladegut in verschiedenen Fahrzeugtypen – Kastenwagen, Pritschen, Anhängern und PKW-Kombis – schnell und effizient gesichert werden kann. Im Fokus stehen die fünf wesentlichen Aspekte der Ladungssicherung: Formschluss, Kippen, Rutschen, Lastverteilung und Zurrmittel.
Unser gemeinsames Ziel ist, die Besitzer und Fahrer von Nutzfahrzeugen verstärkt auf die Wichtigkeit richtiger Ladungssicherung hinzuweisen. Wir zeigen, dass es ganz einfach ist, die Sicherheit der eigenen Mitarbeiter und aller Verkehrsteilnehmer zu erhöhen.
Diese Aussage stammt von Mag. Peter Knor, Geschäftsführer von LogicLine, und Helmuth Schleinzer, Vertriebsleiter von Sortimo. Die Kurzfilme sind thematisch nach Fahrzeugtyp und Ladungssicherungsthema gegliedert, um Interessenten einen schnellen Zugriff auf relevante Informationen zu ermöglichen.