Werk Luton wird Schlüsselstandort für Vivaro-Produktion ab 2019
Die Groupe PSA stärkt ihre Position im Markt für Nutzfahrzeuge und investiert gezielt in den Ausbau ihrer Produktionskapazitäten. Ab 2019 wird das Werk im britischen Luton zusätzlich zum Standort im französischen Hordain in die Fertigung von leichten Nutzfahrzeugen eingebunden. Im Fokus steht dabei die Produktion des neuen Opel/Vauxhall Vivaro.
Mit dieser Entscheidung verfolgt das Unternehmen das Ziel, seinen Marktanteil in Europa weiter auszubauen und gleichzeitig das Wachstum in anderen Regionen zu beschleunigen. Die Nachfrage nach leichten Nutzfahrzeugen entwickelt sich dynamisch, was die strategische Bedeutung des Segments unterstreicht.
Kapazitätserweiterung und Plattformumstellung
Im Zuge der Investition wird die moderne EMP2-Plattform für leichte Nutzfahrzeuge bis Mitte 2019 im Werk Luton eingeführt. Damit erfolgt die technologische Angleichung an die Konzernstandards der Groupe PSA. Gleichzeitig wird die Produktionskapazität deutlich erhöht.
Während im Jahr 2017 rund 60.000 Fahrzeuge gefertigt wurden, soll die jährliche Produktion künftig auf bis zu 100.000 Einheiten steigen. Die Investition dient zudem der Optimierung von Fertigungsprozessen und der Sicherstellung hoher Qualitätsstandards.
Standortvorteile und Zusammenarbeit
Ein wesentlicher Faktor für die Entscheidung zugunsten von Luton ist das vorhandene Fertigungs-Know-how sowie die Flexibilität der bestehenden Anlagen, insbesondere in der Lackiererei. Grundlage für die Umsetzung ist ein Performance-Plan, der gemeinsam mit der Gewerkschaft Unite entwickelt wurde.
Die Vereinbarung ermöglicht eine flexible Produktion und wurde durch einen engen sozialen Dialog sowie durch die Unterstützung der britischen Regierung und des Luton Borough Council begleitet. Damit wird trotz bestehender Unsicherheiten im Zuge des Brexit ein klares Signal für den Standort gesetzt.
„Leistung ist der Treiber für Nachhaltigkeit, und ich möchte allen Beteiligten danken und die Offenheit und Aufgeschlossenheit unserer Gewerkschaftspartner sowie der britischen Regierung unterstreichen.“
Die Investition markiert einen wichtigen Schritt für die Zukunft des Werks und stärkt dessen Wettbewerbsfähigkeit innerhalb des Konzerns.
Wachstum im Nutzfahrzeugsegment
Die Groupe PSA verzeichnet im Bereich leichte Nutzfahrzeuge ein starkes Wachstum. Im Jahr 2017 wurden 476.500 Einheiten verkauft, was einem Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Einschließlich der Pkw-Derivate lag der Gesamtabsatz bei 658.000 Fahrzeugen.
„Diese ausgezeichneten Neuigkeiten für Luton zeigen deutlich, dass unser PACE!-Plan in ganz Europa umgesetzt wird.“
Mit der Erweiterung der Produktionskapazitäten und der Einführung moderner Plattformtechnologie schafft der Konzern die Grundlage, um die steigende Nachfrage zu bedienen und seine Position im europäischen Nutzfahrzeugmarkt weiter auszubauen.
