Messen und Veranstaltungen

IPM 2024: Trauermücken, Torf und digitale Technologien

14.01.2024

Einen bunten Strauß an Projekten aus Forschung und Praxis präsentiert die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) am Stand GA-19 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) auf der Internationalen Pflanzenmesse (IPM) vom 23. bis 26. Januar 2024 in Essen.

Wissen, Innovation und Klimaschutz: BMEL-Programme auf einen Blick

Mit einem breiten Informationsangebot präsentieren sich das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL), das Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL) sowie weitere BMEL-geförderte Initiativen. Im Fokus stehen praxisnahe Materialien für den Gartenbau, innovative Forschungsprojekte und Lösungen zur Klimaanpassung.

BZL: Unterricht und Praxiswissen für den Gartenbau

Am Stand GA-17 stellt das BZL Informationsmaterialien für den Gartenbau sowie kompakte Unterrichtsbausteine für berufsbildende Schulen vor. Lehrkräfte finden Materialien, die sich direkt in den Fachunterricht integrieren lassen, darunter das „Kartenspiel: Fruchtfolge verstehen“ und der Unterrichtsbaustein „Mystery Pflanzengesundheit“.

Für Praktikerinnen und Praktiker bietet das BZL Broschüren mit aufbereiteten Erkenntnissen aus Forschung und Praxis. Neu vorgestellt wird die gemeinsam mit dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) erarbeitete Broschüre „Selbsterntegärten“.

BÖL: Pflanzenschutz und Wertschöpfung

Am Stand GA-19 informiert das Bundesprogramm Ökologischer Landbau über ein Projekt zur Regulierung von Trauermücken im ökologischen Topfpflanzenanbau. Vorgestellt werden innovative Ansätze wie der Einsatz volatiler mikrobieller Duftstoffe oder von Nützlingen.

Zudem werden Kurzfilme zum Aufbau von Wertschöpfungsketten für Gemüsearten und -sorten aus ökologischer und biologisch-dynamischer Pflanzenzüchtung gezeigt. Ziel ist es, die Entwicklung nachhaltiger Produktions- und Vermarktungsstrukturen zu stärken.

Torfreduktion und urbaner Gartenbau

Praxistaugliche Lösungen zur Reduktion von Torf in Kultursubstraten präsentieren die Modell- und Demonstrationsvorhaben „TerZ“ und „ToSBa“. Während „TerZ“ den Einsatz torfreduzierter Substrate im Zierpflanzenbau untersucht, begleitet „ToSBa“ die Einführung entsprechender Substrate in Baumschulen.

Die Transfer- und Vernetzungsvorhaben HortiCo 4 und INUGA bündeln Forschungs- und Entwicklungsprojekte aus dem Innovationsförderprogramm des BMEL. Schwerpunkte sind Digitalisierung in der gartenbaulichen Produktion sowie Konzepte für den urbanen Gartenbau. Ziel ist es, Synergien zu nutzen und den Wissenstransfer in die Praxis zu beschleunigen.

Digitale Technologien im Obstbau

Wie digitale Technologien in bestehende Prozesse integriert werden können, zeigen unter anderem die Experimentierfelder „EF-Südwest“ und „EXPRESS“ sowie der Zukunftsbetrieb „SAMSON“. Themen sind digitales Frostmonitoring, Sensorik für Ernteprognosen und die Visualisierung eines digitalen Zwillings im Obstbau.

Die Vorhaben unterstützen Landwirtinnen, Landwirte sowie Gärtnerinnen und Gärtner bei der Digitalisierung ihrer Betriebe. Der Wissenstransfer erfolgt unter anderem über die Plattform „Farmwissen“.

CO2-Emissionen im Betrieb senken

Am BMEL-Stand G-19 informiert die BLE über Möglichkeiten zur Minderung betrieblicher CO2-Emissionen. Vorgestellt werden Förderansätze im Rahmen des Bundesprogramms Energieeffizienz, die Betriebe bei Investitionen in klimafreundliche Technologien unterstützen.

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