Verbände und Organisationen

IVG-Mitglieder sehen Währungsschwankungen als größte Herausforderung

Eine aktuelle IVG-Befragung zeigt, dass die Hälfte der Mitglieder für 2015 eine Verbesserung der wirtschaftlichen Situation erwartet. Größere Sorgen bereiten jedoch Währungsschwankungen, die zu Preisanpassungen führen könnten.

Auswirkungen von Währungsschwankungen auf die Branche

Größere Sorgen als die konjunkturelle Entwicklung für 2015 bereiten den Mitgliedern die aktuellen Währungsschwankungen. Betroffen sind insbesondere Unternehmen, die im Dollarraum fertigen oder sich dort mit Produkten und Rohstoffen versorgen. Die Schwächung des Euros gegenüber dem Dollar führt zu einer Verteuerung von Vorprodukten. Der IVG erwartet daher für das laufende Jahr punktuelle Preisanpassungen.

Auch der Verfall des Rubels gegenüber dem Euro hat den Außenhandel mit Russland beeinträchtigt, was zu Umsatzverlusten mit russischen Handelspartnern führt. Die Erdenindustrie, die auf Frachtraum als Rückfracht für den Transport torfbasierter Fertigprodukte oder Rohstoffe angewiesen ist, sieht sich dadurch großen Herausforderungen gegenüber. Zudem müssen in Deutschland aktive Schweizer Hersteller die Entkopplung des Schweizer Frankens vom Eurokurs verkraften und daraus resultierende Verteuerungen an den Markt weitergeben.

Trotz dieser externen Faktoren befürchten nur 4 Prozent der IVG-Mitglieder eine schwächere Inlandsnachfrage in 2015. 10 Prozent sorgen sich um eine geringere Nachfrage aus dem Ausland.

Marktentwicklung und Wachstumsimpulse im Gartenbereich

Bezüglich des Gesamtgartenmarktes erwarten 75 Prozent der Befragten für 2015 kein signifikantes Wachstum. Während 81 Prozent die gegenwärtige wirtschaftliche Situation in Deutschland als gut empfinden, gilt dies nur für 63 Prozent des Grünen Marktes.

Zukünftige Wachstumsimpulse sehen die Befragten vor allem in den Bereichen Grillen und Kochen im Garten (44 Prozent) sowie der Robotik-Technologie (42 Prozent). Die Renaissance des Nutzgartens wird mit 13 Prozent an dritter Stelle genannt.

E-Commerce und stationärer Handel im Fokus

Der Vertriebsweg E-Commerce ist in der Grünen Branche im Vergleich zu anderen Branchen noch nicht weit entwickelt. Hier erwarten 58 Prozent der IVG-Mitglieder für 2015 den höchsten Zugewinn an Marktanteilen. Innerhalb des E-Commerce rechnen 44 Prozent mit einer positiven Entwicklung der Internetpräsenzen des Handels, gefolgt von Internet Pure Playern (31 Prozent) und Internet-Marktplätzen (29 Prozent).

Im stationären Handel räumen 33 Prozent dem Gartenfachhandel die besten Wachstumschancen ein. Die Gartenabteilungen der Baumärkte folgen mit 13 Prozent, fast gleichauf mit den Discountern (12 Prozent).

04.03.2015

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