Verbände und Organisationen

Jahrestagung der Zierpflanzen-Jungpflanzenbetriebe beleuchtet Zukunftsperspektiven

Die Fachgruppe Jungpflanzen (FGJ) diskutierte auf ihrer Herbsttagung die Zukunft der Jungpflanzenproduktion bis 2030. Themen waren politische Rahmenbedingungen, die Schließung des IGZ-Standorts Erfurt und Neuwahlen im Vorstand. Fachvorträge und Betriebsbesichtigungen rundeten das Programm ab.

Herausforderungen und politische Rahmenbedingungen für die Jungpflanzenbranche

Frank Silze, Vorsitzender der FGJ, thematisierte in seiner Rede auf der Mitgliederversammlung die möglichen neuen Herausforderungen für Jungpflanzenunternehmen. Diese ergeben sich aus den sich ändernden politischen Rahmenbedingungen im internationalen Pflanzenhandel, beeinflusst durch Entwicklungen wie die Brexit-Entscheidung sowie die Situation in der Türkei und den USA.

Silze äußerte im Namen der FGJ-Mitglieder Unverständnis und Bedauern über den Beschluss der Leibniz-Gemeinschaft, den Forschungsstandort Erfurt des Instituts für Gemüse- und Zierpflanzenbau Großbeeren/Erfurt (IGZ) zu schließen. Dieser Standort ist der einzige in Deutschland, der sich mit praxisrelevanten Fragen zur Zierpflanzenvermehrung, -züchtung und Stresstoleranzen befasst.

Die deutschen mittelständisch aufgestellten Zierpflanzenzüchter benötigen zukünftig auch weiterhin eine unabhängige Institution wie das IGZ in Erfurt.

Diesen Appell richtete Silze an die Landes- und Bundespolitik.

Neuwahlen und Bestätigungen im Vorstand der Fachgruppe Jungpflanzen

Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde Jürgen Gerdvordermark aus Lengerich einstimmig zum neuen Schatzmeister der FGJ gewählt. Frank Silze dankte dem bisherigen Schatzmeister Ludger Cramer aus Bad Salzuflen für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement.

In ihren Ämtern bestätigt wurden Christoph Hoffmann aus Dresden als Vorsitzender des Arbeitskreises „Jungpflanzen-Produktion“ und Thomas Mengede aus Senden als stellvertretender Vorsitzender des Arbeitskreises „Jungpflanzen-Markt“. Johannes Kloer aus Dorsten wurde zum Kassenprüfer gewählt.

Fachthemen und Betriebsbesichtigungen zur Zukunft der Jungpflanzenbetriebe

Zum Tagungsthema „Jungpflanzenbetrieb 2030“ gab es in den verschiedenen FGJ-Arbeitskreisen Fachvorträge. Diese behandelten Themen wie „Verbraucherlabel bei Topfpflanzen“, „Vertriebsstrategien der Zukunft“ sowie „Automatisierung und Belichtungssysteme“.

Ein mittelständischer Gartenbauunternehmer stellte abschließend seine Überlegungen zur zukünftigen Weiterentwicklung seines Produktionsbetriebes und des Produktionszierpflanzenbaus vor. Die Tagungsteilnehmer besichtigten zudem die Produktionsbetriebe Hartmann in Schwarzach und Rudolf Lang in Wiesentheid.

30.11.2016

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