Wichtigkeit unbewirtschafteter Wälder hervorheben
Der Wettbewerb ist Teil des gemeinsamen Projekts „SpeicherWald“ von NABU und Klima-Bündnis. Seit 2016 betonen die Verbände im Rahmen dieses Projekts die Bedeutung unbewirtschafteter Wälder für den regionalen Klima- und Naturschutz. Das Projekt wird durch Mittel des Waldklimafonds gefördert.
Wir müssen immer wieder darauf aufmerksam machen, wie wichtig intakte Wälder für das Klima sind.
Dies betont NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Wälder spielen global und lokal eine Rolle bei der Sauerstoffbildung und im Wasserkreislauf. Regional beeinflussen sie die Umgebungstemperatur und die Luftqualität. Sie speichern zudem große Mengen Kohlenstoff, indem Bäume bei der Photosynthese CO₂ aufnehmen und Holz bilden. Auch in den Böden intakter Wälder ist Kohlenstoff gespeichert, weshalb Wälder als Kohlenstoffsenken im Kontext des Klimaschutzes betrachtet werden.
Unbewirtschaftete Wälder fördern zudem die biologische Vielfalt. Durch das Belassen von alten Bäumen und Totholz entstehen vielfältige Lebensräume, die Arten wie der Bechsteinfledermaus oder dem Mittelspecht zugutekommen.
Umso wichtiger ist es, die verbliebenen, intakten Waldgebiete der Erde zu bewahren und urwaldähnliche Strukturen auch in deutschen Wäldern zu erhalten und zu fördern.
Im Rahmen des Projektes „SpeicherWald“ werden in fünf Modellregionen Umweltbildungsmaßnahmen in Schulen, Informations- und Dialogveranstaltungen sowie Weiterbildungen für Multiplikatoren durchgeführt.
Hintergrund zum Waldklimafonds und seine Träger
Der Waldklimafonds wird gemeinsam vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) getragen. Die finanziellen Mittel stammen aus dem Sondervermögen des Energie- und Klimafonds. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) ist als Projektträger eingesetzt.
