Ein Rückblick auf 14 Jahre Engagement
Nach 14 Jahren als Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) hat Jochen Sandner seine Tätigkeit altersbedingt beendet. Er erinnert sich an eine Zeit, die von positiven Rahmenbedingungen geprägt war. Besonders hervorzuheben sei die offene Atmosphäre seitens der Gesellschafterverbände bei der Weiterentwicklung der Formate Bundesgartenschau (BUGA) und Internationale Gartenausstellung (IGA). Das DBG-Team beschreibt er als stets motiviert und kompetent.
Jeder Tag dieser 14 Jahre war inspirierend, motivierend und hat Spaß gemacht!
Sandner blickt auf jede Gartenschau, die er von der Vorbereitung bis zur Eröffnung begleitet hat, positiv zurück. Entscheidend sei, dass der finanzielle Rahmen eingehalten, die Ziele erreicht und die Besucher zufrieden und inspiriert nach Hause gegangen sind. Dies sei bei nahezu allen Gartenschauen der letzten Jahrzehnte der Fall gewesen.
Herausforderungen und Veränderungen
Die größte Herausforderung bestand stets darin, die mit einer Gartenschau verbundenen Vorstellungen innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens und Budgets zu realisieren. Es gelte, die zehn bis 15 Jahre zuvor definierten Ziele einer BUGA oder IGA umzusetzen. Die Corona-Pandemie stellte die BUGA Erfurt 2021 vor große Herausforderungen, während der Ukrainekrieg 2022 mit steigenden Material- und Energiekosten neue Schwierigkeiten mit sich brachte. Diese Herausforderungen konnten in den meisten Fällen bewältigt werden, mit Ausnahme von Rostock. Dort führten veränderte Rahmenbedingungen und eine unklare politische Haltung zur Absage der BUGA.
Der Anspruch an Gartenschauen hat sich laut Sandner nicht grundlegend verändert. Von Beginn an zielten Gartenschauen auf öffentliche Maßnahmen zur integrierten Stadt- und Regionalentwicklung ab. Dieser Ansatz werde fortgeführt, insbesondere angesichts gesellschaftlicher, klimatischer und energetischer Veränderungen. Gartenschauen sollen weiterhin eine Kompetenzschau für die grüne Branche sein und Millionen von Besuchern anziehen.
Blick in die Zukunft
Sandners Nachfolger, Dr. Achim Schloemer, wird sich in den kommenden zehn Jahren neuen Herausforderungen stellen müssen. Dazu gehören die zunehmend angespannte Haushaltslage der Kommunen und Länder sowie der Fachkräftemangel. Sandner ist jedoch überzeugt, dass Schloemer gemeinsam mit seinem Team und den beteiligten Städten und Regionen Lösungen finden und den über 70 Jahre alten Kurs der Bundesgartenschauen und Internationalen Gartenausstellungen fortsetzen wird.
Auch nach seinem Ausscheiden bleibt Jochen Sandner der Gartenschau-Welt verbunden. Er betont, dass der Bezug zu diesem Metier nicht mit dem Renteneintritt endet. Er pflegt weiterhin persönliche Kontakte in die Branche und erwartet fachliche Berührungspunkte. Ein besonderer Genuss werde es sein, Gartenschauen künftig privat und ohne direkte Verantwortung zu besuchen.
